Nationalität im Beruf – Reizt Forschung Luxemburger weniger?

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Nationalität im BerufReizt Forschung Luxemburger weniger?

LUXEMBURG - Zu wenig junge Luxemburger interessieren sich für Naturwissenschaften und gehen anschließend in die Forschung. Hochschulministerin Hansen will dies ändern.

Bei einem Forschungsinstitut zu arbeiten, das interessiert Luxemburger angeblich weniger.

Bei einem Forschungsinstitut zu arbeiten, das interessiert Luxemburger angeblich weniger.

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Hochschulministerin Martine Hansen will das Interesse der jungen Luxemburger an Wissenschaft und Forschung fördern. Zu wenig junge Leute würden sich für naturwissenschaftliche Fächer interessieren, bedauert die neugebackene Ministerin in einer parlamentarischen Antwort auf die Frage des unabhängigen Abgeordneten Jean Colombera. Letzterer wollte wissen, warum im öffentlichen Forschungsinstitut CRP-Santé zu wenig Luxemburger angestellt sind.

56 Mitarbeiter aus dem Großherzogtum waren im vergangenen Jahr bei der Institution beschäftigt, während 101 Angestellte aus Frankreich stammten. Die Zahlen wurden im Rahmen der vor kurzem veröffentlichten Bilanz des Forschungsinstituts bekannt. 61 Beschäftigte kamen demnach aus Belgien, lediglich 22 Angestellte stammten aus Deutschland.

Ausbildung und Berufserfahrung zählen mehr als Nationalität

«Forschung erfordert fortgeschrittenes Fachwissen. Die Rekrutierungspraxis der
Forschungszentren folgt gezwungenermaßen dieser Maxime. Wie in anderen Bereichen der Arbeitsweit besitzen Ausbildung und Berufserfahrung einen höheren Stellenwert als die Staatszugehörigkeit», lautete die Antwort der Ministerin.

Das Hochschulministerium will sich demnächst anstrengen, den Anteil der Luxemburger Staatsbürger an der Universität und öffentlichen Forschungszentren zu erhöhen. Auch mehr Luxemburger Studierende sollten sich, so die Ministerin, für naturwissenschaftliche und technische Fächer interessieren.

(if/L'essentiel Online)

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