Debatte in Luxemburg – «Religionsunterricht ist bei Schülern beliebt»

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Debatte in Luxemburg«Religionsunterricht ist bei Schülern beliebt»

LUXEMBURG - Die Religionsprofessoren kämpfen weiterhin für einen Erhalt des Religionsunterrichts. Eltern würden sich dies wünschen.

Im April 2014 demonstrierten einige hundert Personen für den Erhalt der Wahlfreiheit zwischen Religionsunterricht und «Education morale et sociale».

Im April 2014 demonstrierten einige hundert Personen für den Erhalt der Wahlfreiheit zwischen Religionsunterricht und «Education morale et sociale».

F.aussems

Die Vereinigung der Luxemburger Religionslehrer und -lehrerinnen in der Grundschule (ALERF) hat gestern ihre Kritik am geplanten Werteunterricht erneuert. Die Lehrer fordern, dass die Wahlmöglichkeit zwischen dem Ethikkurs und dem Religionskurs erhalten bleibt.

Die ALERF bedauert, dass die Religionsfrage nach der Grundsatzvereinbarung zwischen den Glaubensgemeinschaften und der Regierung aus dem Referendum vom 7. Juni gestrichen wurde. Die ALERF argumentiert, dass sich die Eltern wünschen würden, dass ihre Kinder weiterhin den Religionsunterricht besuchen können. «Die Einschreibungsquote für den Religionsunterricht liegt auch in diesem Schuljahr bei rund 70 Prozent, eine klare Antwort der Betroffenen», so die ALERF. «Religionsunterricht ist und bleibt ein beliebtes Lehrfach an unseren Schulen.»

Grundlegende Werte

Laut dem Bildungsministerium wurden die 70 Prozent auch schon in den vergangenen Jahren erzielt. «Der Ersatz des Religions- und Moralunterrichts durch einen einheitlichen Werteunterricht ist Teil des Regierungsprogramms», sagt eine Pressesprecherin von Minister Claude Meisch (DP). «Die Arbeitsgruppe zum neuen Werteunterricht wird sich in Kürze dazu äußern und den Fahrplan für die Einführung erläutern.» Der neue Kurs soll den Schülern, ausgehend von ihrer Verschiedenheit, grundlegende Werte für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft mit auf den Weg geben. Teil der Unterrichtsinhalte werden auch die Religionen sein.

Die Religionslehrer können diesen Kurs künftig ebenfalls halten, sofern sie eine spezielle Ausbildung wie andere Lehrer absolvieren, heißt es im Ministerium.

(Jérôme Wiss/L'essentiel)

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