Betrugs-Affäre in Luxemburg – Renault «stellte gefälschte Rechnungen aus»
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Betrugs-Affäre in LuxemburgRenault «stellte gefälschte Rechnungen aus»

LUXEMBURG – Die Renault-Affäre in Luxemburg zieht weitere Kreise: Ein Ex-Mitarbeiter beschuldigt den Autobauer Gelder an der Staatskasse vorbeigeschleust zu haben.

Drei ehemalige Führungskräfte von Renault in Luxemburg treten in der Betrugs-Affäre als Nebenkläger auf.

Drei ehemalige Führungskräfte von Renault in Luxemburg treten in der Betrugs-Affäre als Nebenkläger auf.

AFP

Nach der Aufdeckung einer Luxemburger Vorgeschichte der Renault-Betrugs-Affäre in Luxemburg, wird der Autobauer nun des Steuerbetrugs beschuldigt. So soll die Luxemburger Filiale Renault Retail Group RRG «gefälschte Rechnungen an verschiedene europäische Filialen ausgestellt» haben. Dies geht aus einem Bericht der französischen Spionageabwehr hervor, aus dem die französische Tageszeitung Libération am Mittwoch zitiert.

Die Informationen stammen von Etienne Mars, dem ehemaligen Finanzchef des Unternehmens in Luxemburg, und einer von drei Ex-Führungskräften von Renault Luxemburg, die 2009 auf Grund gefälschter Dokumente entlassen wurden oder zur Kündigung gezwungen waren.

«Bilanzen künstlich nach unten korrigiert»

Damit bekäme die Betrugs-Affäre um Renault in Luxemburg eine neue Dimension. Denn durch die Zahlung dieser Summen an Filialen der Renault-Gruppe sollen die «Bilanzen des Unternehmens künstlich nach unten korrigiert» haben, um Steuern zu sparen. Diese Praxis sei bis 2007 angewendet worden. Dies geht laut Libération aus Dokumenten hervor, die Etienne Mars den französischen Ermittlern zur Verfügung gestellt hatte.

Mars tritt neben seinen Ex-Kollegen Antonio Dorego und Alex Hoffmann als Nebenkläger im Prozess um die Betrugsaffäre beim Autobauer Renault auf.

L'essentiel Online mit afp

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