New Mexico, USA: Republikaner heuert Männer an, die auf demokratische Politiker schießen

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New Mexico, USARepublikaner heuert Männer an, die auf demokratische Politiker schießen

Weil er die Wahl verlor, glaubte Trump-Anhänger Solomon Peña (39) aus dem US-Bundesstaat New Mexico an Wahlbetrug. So bezahlte er Bewaffnete dafür, auf die Häuser von Demokraten zu schießen. Nun wurde er verhaftet.

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Solomon Peña bei seiner Verhaftung am Montag.

Solomon Peña bei seiner Verhaftung am Montag.

Screenshot Youtube/ MSNBC
Er soll früher bereits sieben Jahre hinter Gittern verbracht haben.

Er soll früher bereits sieben Jahre hinter Gittern verbracht haben.

via REUTERS
Auch die Demokratin Linda Lopez geriet ins Visier des Rechtsextremen.

Auch die Demokratin Linda Lopez geriet ins Visier des Rechtsextremen.

Screenshot Youtube/ MSNBC

Am Montag, dem 16. Januar, klickten die Handschellen: Solomon Peña, früherer Kandidat für das Parlament des Bundesstaats New Mexico, wurde im Zusammenhang mit einer Serie von Drive-by-Shootings verhaftet, die der 39-Jährige selbst in Auftrag gegeben haben soll. 

Nachdem der glühende Trump-Anhänger Peña im November die Wahl mit gerade mal 26 Prozent der Stimmen verloren hatte, glaubte er offenbar wie sein Vorbild 2020 an Betrug und daran, dass ihm zustehende Stimmen «gestohlen» worden seien. Er twitterte, er «überprüfe nun seine Optionen», und suchte persönlich mehrere demokratische Politikerinnen und Politiker auf, mit denen er sich hitzige Diskussionen über seine Niederlage lieferte. «Er kam zu meiner Tür und war sehr aggressiv», so Bernalillo County Commissioner Adriann Barboa. «Er faselte davon, an wie viele Türen er geklopft habe und dass diese Zahlen nicht mit seinem Resultat übereinstimmen würden.» Sie habe dann die Polizei gerufen.

Durchs Fenster von Mädchen (10) geschossen

Doch offenbar ließ es Peña nicht bei Worten bewenden. Zwischen dem 4. Dezember und dem 3. Januar ereigneten sich auf Stadtgebiet vier Überfälle auf Demokratinnen und Demokraten, bei denen aus fahrenden Autos heraus auf deren Häuser geschossen wurde. Dabei wurde zwar niemand verletzt, die Drive-bys versetzten aber viele in Angst und Schrecken. Beim Haus der demokratischen Senatorin Linda Lopez durchschlugen zudem drei Projektile das Fenster ihrer zehn Jahre alten Tochter.

Nun wurde Peña überführt und festgenommen. Er wird beschuldigt, Helfer angeheuert zu haben, die dann auf sein Geheiß auf die Häuser geschossen hatten. Bei mindestens einer der Attacken soll er selbst aus dem Auto geschossen haben. Tim Keller, Bürgermeister von Albuquerque, nannte Peña einen Rechtsradikalen und sagte: «Er hat das Schlimmste getan, was man bei politischen Auseinandersetzungen tun kann, nämlich diese mit Gewalt auszutragen.» Peña soll vorbestraft sein und wegen Einbruchs und Diebstahls bereits sieben Jahre im Gefängnis gesessen haben. 

(trx)

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