Virales Video – Resolute Lady macht jungem Fahrgast Beine
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Virales VideoResolute Lady macht jungem Fahrgast Beine

Rücksichtsloses Verhalten im Alltag kann Miel Vasulka aus Toronto überhaupt nicht leiden. Als ein junger Kerl in der U-Bahn die Füße auf den Sitz stellt, schreitet sie beherzt ein.

Miel Vasulka im Wortgefecht mit dem U-Bahn-Lausebengel.

Miel Vasulka im Wortgefecht mit dem U-Bahn-Lausebengel.

Dieses Verhalten bringt Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln weltweit auf die Palme: Doch nur die wenigsten Fahrgäste schreiten tatsächlich ein, wenn jemand ungeniert die Füße auf die Sitze legt. Nicht so Miel Vasulka. Die 56-jährige Pendlerin erteilte einem jungen Lausebengel in der U-Bahn von Toronto kürzlich eine Lektion, die dieser nicht so schnell vergessen wird.

Als die resolute Lady sieht, wie der betont cool auftretende Bursche seine Füße auf den Sitz abstellt, bittet sie ihn zunächst, dies zu unterlassen. Der junge Mann erwidert, er könne machen, wonach ihm beliebe. Vasulka denkt sich: «Wenn er kann, kann ich auch» – und lässt sich vor dem Fahrgast in den Sitz fallen. Der Frau ist es wichtig zu betonen, dass sie sich nicht auf seine Füße, sondern davor hingesetzt habe.

«Du hast dich auf mich drauf gesetzt»

Daraufhin gerät der Bursche in Rage. Er schreit die Frau mit den Worten «Geh' runter von mir» an und schleudert ihr mehrmals Schimpfwörter entgegen. Seine Füße belässt er dabei stets auf dem Sitz. «Ich will dir nur sagen, dass deine Füße nicht dahin gehören», ermahnt ihn die Frau. Nach einigen Minuten wird es dem jungen Mann aber zu viel – er stößt Vasulka weg und stampft wütend aus der U-Bahn. «Du hast dich auf mich drauf gesetzt», blafft er die Frau an.

Das Video von dem Vorfall ist im Netz mittlerweile vielfach geteilt worden. Viele loben Vasulka für ihr beherztes Einschreiten, auf der Straße wird sie nach Selfies gefragt. Kritiker meinen jedoch, sie hätte sich nicht auf die Füße des jungen Mannes setzen dürfen, was die 56-Jährige jedoch abstreitet. Die Frau erzählt der Zeitung Star, warum sie den U-Bahn-Rüpel zurechtwies: Sie will nicht hinnehmen, dass die jungen Leute in Toronto alles machen können was sie wollen.

«Meine Familie kommt aus Europa. Als ich ein kleines Kind war und ich ein Taschentuch verloren habe, absichtlich oder unabsichtlich, klopfte mir jemand auf die Schulter und wies mich darauf hin, dass ich etwas verloren habe. Dann habe ich ‹Danke› gesagt und es in den Müll geworfen. So wurden den jungen Leuten damals Manieren beigebracht. Die Eltern waren nicht immer da, daher war es jedermanns Aufgabe.»

(jt/L'essentiel)

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