Luxemburg – Restaurantbetreiber sehen schwarz für ihre Zukunft

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LuxemburgRestaurantbetreiber sehen schwarz für ihre Zukunft

LUXEMBURG – Der Horesca-Sektor leidet ganz besonders an den coronabedingten Beschränkungsmaßnahmen und kämpft weiterhin mit den Auswirkungen des Lockdowns.

Bars und Restaurants leiden ganz besonders an der Coronakrise.

Bars und Restaurants leiden ganz besonders an der Coronakrise.

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Berufstätige in der Hotel- und Gastronomiebranche sehen schwarz für ihre Zukunft. «Die Besucherzahlen gehen stark zurück und die Kunden verlassen das Restaurant sehr früh, um sicherzugehen, die Ausgangssperre ab 23 Uhr einzuhalten», erklärt Renzo Bellanima, Besitzer des Restaurants Delirio Culinario in der Hauptstadt. Auch beim Mittagsgeschäft erreiche man aktuell «im Vergleich zu den üblichen 100 Gästen, höchstens 25». Die Angst vor der Ansteckung und die Telearbeit seien die zwei Hauptgründe dafür. «Der Horesca-Sektor sieht kein Ende des Tunnels», sagt Bellanima. Er spricht von einem «schwarzen Jahr», das «für manche zum Überlebenskampf» werde.

Lucien Elsen, Betreiber des Restaurants Mesa Verde in der Stadt Luxemburg, behauptet, dass «die Auswirkungen, die der Lockdown hatte, noch nicht überwunden sind». Cafés und Restaurants waren zu Beginn des Jahres mehr als zwei Monate geschlossen und konnten nur dank staatlicher Beihilfen überleben. Der Gastronom stellt zudem auch fest, dass «aufgrund der Telearbeit, ein starker Umsatzrückgang beim Mittagsgeschäft» zu vermerken sei. Das Schlimmste sei aber im «Dezember zu erwarten – ein Monat, der normalerweise sehr hohe Umsätze einbringt». Besonders hart betroffen seien «kleine Lokale, die nicht Teil einer großen Kette sind, oder von Großinvestoren unterstützt werden».

Nicht anders sieht es in Lokalen des Nachtlebens aus. «Acht Monate sind wir nun geschlossen! Wir wissen nicht einmal, ob wir dieses Jahr überhaupt noch aufmachen können», sagt Bob Krier –Gesellschaftspartner der Nachtclubs M Club und Gotham. Die Versuche der Wiedereröffnung seien bisher jedes Mal erfolglos gewesen. Seiner Meinung nach liegt das Hauptproblem «bei den Fixkosten, wie Miet-, Nebenkosten sowie Wasser- und Stromrechnungen».

(jg/L'essentiel)

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