In Stuttgart – Rettungshelikopter tötet Klinikmitarbeiter

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In StuttgartRettungshelikopter tötet Klinikmitarbeiter

Tödlicher Unfall im Einsatz: Ein Klinikmitarbeiter ist in Stuttgart zu nah an einen landenden Rettungshubschrauber gekommen.

Ein Patientenbegleiter ist in Stuttgart dem noch drehenden Heckrotor eines Rettungshubschraubers zu nahe gekommen. Der Mann erlag seinen Verletzungen. Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Ein Patientenbegleiter ist in Stuttgart dem noch drehenden Heckrotor eines Rettungshubschraubers zu nahe gekommen. Der Mann erlag seinen Verletzungen. Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Ein Mitarbeiter des Klinikums Stuttgart ist von einem gerade gelandeten Rettungshubschrauber tödlich verletzt worden. Als der Hubschrauber auf dem Landeplatz stand, war der 53-jährige Patientenbegleiter zu nahe an den noch drehenden Heckrotor gekommen und von diesem erfasst worden, wie die DRF Luftrettung und das Klinikum mitteilten. Der Mann starb noch an der Unfallstelle.

Der Helikopter war kurz zuvor auf der Plattform gelandet, um einen Patienten in ein anderes Krankenhaus zu transportieren. Die Ermittlungen zum Hergang des Unfalls am Donnerstagmorgen haben Beamte der Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig übernommen. Nach Angaben der Stuttgarter Nachrichten ist unklar, warum sich Mann dem noch laufenden Helikopter näherte. «Der Mann war speziell ausgebildet für eine solche Tätigkeit und eingewiesen in die Sicherheitsvorkehrungen, die üblicherweise bei einer solchen Landung gelten», zitiert die Zeitung einen Polizeisprecher. Normalerweise dürfe das Personal erst die Landefläche betreten, wenn die Rotorenbretter stehen.

Solche Unfälle sind in Deutschland gar nicht so selten. Nach Angaben der Bundesstelle für Flugunfallsicherung gab es seit 2000 deutschlandweit 19 schwer oder tödlich Verletzte durch Rotoren- oder Propellereinflüsse. Oft sind aufgewirbelte Gegenstände der grund für Verletzungen. Bei Hubschrauber-Unfällen selbst verletzten sich 16 Menschen, vier starben.

(L'essentiel/dpa)

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