Fußball-Bundesliga – Rhein-Main-Derby polarisiert in der Großregion

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Fußball-BundesligaRhein-Main-Derby polarisiert in der Großregion

MAINZ - Intensive Personenkontrollen sollen das Rhein-Main-Derby zwischen Mainz 05 und Eintracht Frankfurt zu einem friedlichen Fußballfest machen.

Für Frankfurt läuft es gerade nicht so richtig gut.

Für Frankfurt läuft es gerade nicht so richtig gut.

DPA

Das Derby naht und das Prickeln beginnt. «Man merkt schon, dass etwas Spezielles ansteht. Ich spüre eine gute Spannung», sagte Martin Schmidt einen Tag vor dem Nachbarschaftsduell in der Fußball-Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt. Eine besondere Nervosität konnte der Schweizer Coach des FSV Mainz 05 aber nicht feststellen. Das Selbstvertrauen ist nach drei Spielen ohne Niederlage angewachsen. «Wir wissen, wie die Frankfurter zu knacken sind. Sofort attackieren und zeigen, wer Herr im Haus ist. Das ist die Marschroute», erklärte Schmidt am Freitag.

Der Schweizer, der im Februar dieses Jahres seine Bundesliga-Karriere als Nachfolger von Kasper Hjulmand mit einem 3:1-Sieg gegen die Eintracht startete, setzt auf Sicherheit im Spiel seiner Mannschaft. Der Verein tut dies schon vor dem Anpfiff. Ab sofort gelten bei den Heimspielen als Reaktion auf die Terroranschläge von Paris erweiterte Sicherheitsmaßnahmen. Da die Überprüfungen der Zuschauer Zeit benötigt, wird die noch nicht bis auf den letzten Platz gefüllt Coface Arena bereits um 13 Uhr geöffnet.

«Sie haben sich stabilisiert»

Schmidt lehnt es ab, die Frankfurter nur an den letzten Ergebnissen zu messen. «Schwankungen sind immer möglich, das wissen wir doch auch. Sie haben in den letzten vier Pflichtspielen dreimal zu Null gespielt. Es ist eine Tendenz zu sehen, sie haben sich stabilisiert», meinte der Schweizer, der Respekt vor der Offensive der Hessen hat. Auch mit der robusten und zeitweise hart zur Sache gehenden Defensive um Carlos Zambrano und David Abraham hat sich der 05-Coach intensiv beschäftigt. «Unsere flinken, schnellen Angreifer müssen die richtigen Schleichwege finden. Das wird die Aufgabe sein», betonte Schmidt.

Das tägliche medizinische Bulletin aus der Banken-Metropole lässt die Mainzer kalt. «Die machen sich doch absichtlich klein. Der eine hat Schnupfen, den anderen zwickt es da und dort. Am Ende sind sie doch alle dabei. Davon lassen wir uns nicht blenden. Es wird eine heiße Nummer», sagte Manager Christian Heidel.

Nicht mehr der große Nachbar

Der Ur-Mainzer kann verstehen, dass für die Frankfurter das Duell der Tabellennachbarn (Mainz Platz 11, 17 Punkte/Frankfurt 12/14) nur bedingt ein Derby ist. «Das Spiel ist für uns schon etwas Besonderes. Früher war die Eintracht der große Nachbar, mittlerweile sind sie nicht mehr so viel größer. Wir sind zehn Jahre lang auf Augenhöhe», erklärte der 52-Jährige. Die Bilanz der letzten Jahre gibt Heidel recht. In Mainz hatte die Eintracht nie viel zu bestellen. Lediglich ein Sieg im Pokal im Jahr 1986 steht in der Bilanz. «Mit dem Publikum im Rücken schaffen wir es, unsere gute Serie weiter auszubauen», erklärte der Mainzer Manager.

Seine personellen und taktischen Pläne behält Schmidt für sich. Er kann aus dem Vollen schöpfen, nur Henrique Sereno, Fabian Frei und Elkin Soto fehlen. Christian Clemens ist nach auskurierter Verletzung ebenso ein Kaderkandidat wie John Cordoba. «Die Konkurrenz ist noch einmal größer geworden. Der Kampf ist eröffnet, mal sehen, wer es schafft», meinte Schmidt.

(L'essentiel/dpa)

Fußball-Bundesliga

14. Spieltag

Freitag, 27.11.2015:

Darmstadt 98 - 1. FC Köln 20.30

Samstag, 28.11.2015:

Bayern München - Hertha BSC 15.30

Werder Bremen - Hamburger SV 15.30

Hannover 96 - FC Ingolstadt 04 15.30

1899 Hoffenheim - Bor. Mönchengladbach 15.30

FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 15.30

Sonntag, 29.11.2015:

Borussia Dortmund - VfB Stuttgart 15.30

Bayer Leverkusen - FC Schalke 04 17.30

FC Augsburg - VfL Wolfsburg 17.30

Tabelle

1. Bayern München 13 40:5 37

2. Borussia Dortmund 13 36:18 29

3. VfL Wolfsburg 13 23:15 24

4. Hertha BSC 13 18:15 23

5. Bor. M'gladbach 13 25:19 22

6. Bayer Leverkusen 13 17:17 20

7. FC Schalke 04 13 17:19 20

8. FC Ingolstadt 13 10:10 19

9. 1. FC Köln 13 15:18 19

10. Hamburger SV 13 14:17 18

11. FSV Mainz 05 13 18:19 17

12. Eintracht Frankfurt 13 17:20 14

13. Darmstadt 98 13 14:19 14

14. Werder Bremen 13 13:25 13

15. Hannover 96 13 13:24 11

16. VfB Stuttgart 13 17:31 10

17. FC Augsburg 13 17:25 9

18. 1899 Hoffenheim 13 12:20 8

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