Benefizmatch – Riese Nowitzki stiehlt Klein-Schumi die Show

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BenefizmatchRiese Nowitzki stiehlt Klein-Schumi die Show

Bei einem Benefizmatch für Michael Schumacher hat NBA-Star Dirk Nowitzki den Ball am Fuß statt in der Hand. Das Resultat: sehr unterhaltsam.

Nun gut, zum Filigrantechniker auf dem Rasen wird Dirk Nowitzki nicht mehr. Es ist ja auch kein Leichtes für einen 2,13-Meter-Hünen, von der Befehlszentrale aus die weit, weit tiefer liegenden unteren Extremitäten fußballerisch sauber zu steuern. Besser funktioniert das mit den Armen und Händen – der Deutsche ist mit bisher 29.491 Punkten der sechstbeste Skorer der NBA-Geschichte. Eben gerade hat er mit den Dallas Mavericks einen neuen Vertrag über zwei Saisons unterschrieben, der ihm 50 Millionen Dollar einbringt. Mit 38.

Spaß haben kann der Würzburger trotzdem als Gelegenheitsfußballer. Am Mittwochabend in Mainz führte er seine Nowitzki All Stars gegen die Nazionale Piloti aufs Feld. Für das Benefizmatch «Champions for Charity», zu Ehren von Formel-1-Legende Michael Schumacher, der vor seinem Skiunfall jahrelang Kapitän der Rennfahrer-Auswahl gewesen war (die Erlöse kommen der Initiative BasKIDball und dem Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not zugute). Nowitzki lief zur Höchstform auf und bewies, dass auch komödiantisches Talent in ihm schlummert.

Der missratene Fallrückzieher

Höhepunkt seines persönlichen Unterhaltungsprogramms war zweifellos die Parodie auf Simone Zaza (erstes Video unten). Der Italiener hatte im EM-Viertelfinale gegen Deutschland für Aufsehen gesorgt, als er nach kuriosem Tänzelanlauf den Ball vom Elfmeterpunkt himmelwärts jagte. «Den wollte ich italienisch machen und habe mit dem gleichen Resultat abgeschlossen», kommentierte Nowitzki die Aktion.

Hier das Original:

Der Basketballer hatte aber noch mehr zu bieten. So versuchte er sich an einem Fallrückzieher, der zwar misslang, aber drollig aussah. Ob die Seismometer in der Region nach dem Aufprall des 111-Kilo-Kolosses ausschlugen, ist nicht überliefert.

Am Ende hatte Nowitzki doch noch Grund zum Jubeln. Sein Team, dem unter anderen die Weltmeister Lukas Podolski, Miroslav Klose sowie ehemalige Größen wie Paulo Sergio, Gerald Asamoah oder Ex-Handballer Stefan Kretzschmar angehörten, siegte 9:6, wobei das Resultat natürlich Nebensache war. Für die Rennfahrer waren klingende Namen wie Mika Häkkinen und David Coulthard sowie aktuelle Formel-1-Piloten wie Sebastian Vettel, Nico Rosberg und Felipe Maßa aufgelaufen. Auch Schumacher-Spross Mick gehörte erstmals zur Mannschaft und erzielte ein Tor. Der Star des Abends war aber ein anderer.

Ach ja: Im Siegesrausch beschädigte Nowitzki den Pokal. «Es sind leider ein paar Steine abgefallen, als ich mich zu sehr gefreut habe. Aber die haben wir wieder drangemacht», sagte er mit einem Lachen.

(L'essentiel/kai)

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