Zoff bei den Bayern – Robben geht Müller an die Gurgel

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Zoff bei den BayernRobben geht Müller an die Gurgel

Der dritte Sieg in Folge hat den Bayern kein bisschen Nervosität genommen. Trotz des 3:1-Siegs gegen Bremen gerieten Arjen Robben und Thomas Müller aneinander.

12 Tore in acht Tagen. Drei Siege gegen Kaiserslautern (5:1), in Aachen (4:0/Cup) und bei Werder Bremen (3:1). Die jüngste Bilanz der Bayern ist makellos. Aber weil in der Bundesliga der Abstand zu Leader Dortmund noch immer 14 Punkte beträgt (gleich viele wie nach der Vorrunde), ist die Ruhe beim FC Bayern München nicht eingekehrt.

Nach den Dissonanzen unter der Woche zwischen Coach Louis van Gaal und Präsident Uli Hoeness, sorgten nun in Bremen zwei Spieler auf dem Rasen für einen Eklat: Thomas Müller warf Arjen Robben bei einer Szene in der zweiten Halbzeit Eigensinn vor, worauf dieser seinen Teamkollegen an der Gurgel packte.

«Das war nicht so schlimm»

Die TV-Kameras hatten die wüste interne Rangelei nicht eingefangen. Dennoch war sie hinterher das grosse (Bundesliga-)Thema des Wochenendes. Die Beteiligten spielten die Aktion nach einer (säubernden) Dusche auf dem Weg zum Mannschaftsbus herunter: «Solche Dinge passieren auf dem Platz. Das war nicht so schlimm, aber wir reden noch darüber», so Robben.

Van Gaal fand sogar lobende Worte: «Generell finde ich es gut, wenn die Spieler sich gegenseitig zur Verantwortung rufen und miteinander kommunizieren.» In Holland sei es üblich, miteinander zu streiten und sich zu sagen, was wir zu sagen haben. «Das ist eine andere Kultur in Deutschland.»

Ergebnisse des 20. Spieltags

1. FC Kaiserslautern - Mainz 0:1

Schalke 04 - Hoffenheim 0:1

Werder Bremen - Bayern München 1:3

Wolfsburg - Borussia Dortmund 0:3

1. FC Nürnberg - Hamburger SV 2:0

St. Pauli - 1. FC Köln 3:0

Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt 1:0

Dortmund nicht zu stoppen

Borussia Dortmund ist auf dem Weg zum siebten Meistertitel in der Fußball-Bundesliga nicht zu stoppen und lässt sich auch durch die Erfolge der Konkurrenz nicht beeindrucken. «Wir haben heute den Meister gesehen», befand Wolfsburgs Trainer Steve McClaren nach der 0:3-Niederlage gegen den souveränen Tabellenführer.

Mit dem zehnten Auswärtssieg im elften Spiel haben die Westfalen ihren 11-Punkte-Vorsprung 14 Runden vor Ende der Spielrunde verteidigt. Die siegreiche Konkurrenz hoffte vergebens auf einen Ausrutscher. Am Tabellenende erlitt der 1. FC Köln einen Rückschlag, Werder Bremen droht der Sturz auf die Abstiegsränge.

Sonntagsspiel: Mönchengladbach schöpft Hoffnung

Durch ein Tor sechs Minuten vor dem Schlusspfiff durch Igor de Camargo hat Borussia Mönchengladbach im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga neue Hoffnung geschöpft. Durch den späten Treffer des belgischen Nationalspielers machte das Tabellenschlusslicht ordentlich Boden gut. Nach dem 1:0-Sieg bei Eintracht Frankfurt am Sonntag sind die Gladbacher nun mit 16 Zählern punktgleich mit dem Vorletzten VfB Stuttgart.

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