Festival-Ausfall – «Rock am Ring»-Absage ist «auch finanzieller Verlust»
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Festival-Ausfall«Rock am Ring»-Absage ist «auch finanzieller Verlust»

NÜRBURG - Der Ausfall der Zwillingsfestivals «Rock am Ring» und «Rock im Park» ist nicht nur für Fans bedauerlich, sondern zieht auch finanzielle Verluste mit sich.

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Ohne Corona würden an diesem Wochenende die Zwillingsfestivals «Rock am Ring» und «Rock im Park» über die Bühne gehen - nun können die Beteiligten nur noch die Absage wegen der Pandemie bedauern. «"Rock am Ring" spielt aufgrund seiner Größe nicht nur emotional, sondern auch wirtschaftlich eine besondere Rolle in unserem Eventkalender», sagt der Sprecher des legendären Nürburgrings in der Eifel, Alexander Gerhard. «Jede Veranstaltung, die nicht bei uns stattfindet, bedeutet auch einen finanziellen Verlust.» «Rock im Park» war auf dem Zeppelinfeld auf dem ehemaligen NS-Reichsparteitagsgelände in Nürnberg vorgesehen.

Die Agentur Live Nation sagte die Musikspektakel im April angesichts des Verbots von Großveranstaltungen wegen des hochansteckenden Coronavirus ab: «Für die Veranstalter und ihre Teams, die Künstler und 175.000 Fans, die am ersten Juni-Wochenende 35 Jahre "Rock am Ring" und 25 Jahre "Rock im Park" feiern wollten, ist diese alternativlose Entscheidung natürlich enttäuschend.» Nun soll das Doppelfestival wieder vom 11. bis 13. Juni 2021 über die Bühne gehen.

Tickets auf das kommende Jahr übertragen

Fans mit Tickets für die abgesagten Zwillingsfestivals können diese laut Live Nation im Internet auf 2021 übertragen lassen. Dafür gebe es ein «Treuepaket» etwa mit einer «Jubiläums-Basecap». Wer lieber sein Geld zurückhaben wolle, bekomme dafür noch neue Informationen.

Auf dem Nürburgring starten längst wieder Hobbyrennfahrer zu «Touristenfahrten». Etliche Veranstaltungen sind aber abgesagt. Nürburgring-Chef Mirco Markfort sagt: «Wir hoffen angesichts der gesunkenen Infektionszahlen, unter Auflagen noch in diesem Sommer wieder mit dem Motorsport zu starten, wenn auch erst ohne Zuschauer, aber mit Live-Übertragungen im Fernsehen und Internet.»

(L'essentiel/dpa)

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