Noch vor dem Sommer – Rockhal plant ein Konzert mit 1000 Zuschauern

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Noch vor dem SommerRockhal plant ein Konzert mit 1000 Zuschauern

ESCH-BELVAL – Die Medizinerin Dr. Anne Vergison blickt auf die Testkonzerte im Februar zurück und wagt einen Blick in die Zukunft der Veranstaltungsbranche.

In der Rockhal wurden im Februar fünf Testkonzerte veranstaltet, wie das der Gruppe Glass Museum.

In der Rockhal wurden im Februar fünf Testkonzerte veranstaltet, wie das der Gruppe Glass Museum.

Claude Piscitelli

In der Escher Rockhal wird in unmittelbarer Zukunft ein Konzert mit bis zu 5000 stehenden Zuschauern stattfinden, glaubt Dr. Anne Vergison. Sie ist bei der Gesundheitsinspektion für das Contact Tracing zuständig. Allerdings sei «noch vor dem Sommer ein weiteres Pilotkonzert mit 500 oder sogar 1000 Sitzplätzen geplant», so die Medizinerin weiter.

Die Veranstaltung solle die logische Fortsetzung der Testreihe sein, in deren Rahmen im Februar fünf Auftritte vor 100 Zuschauern über die Bühne gegangen waren. «Mit diesem Konzerten haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht, weil die Maßnahmen respektiert wurden.» Am Abend des Konzerts mussten die Gäste sowohl einen Schnelltest als auch einen PCR-Test machen. Ein negativer Schnelltest war die Voraussetzung, um die Halle überhaupt betreten zu dürfen. Die Ergebnisse der PCR-Tests folgten am nächsten Tag und zeigten sechs positive Fälle. 75 Prozent der Zuschauer führten in der Folgewoche einen weiteren PCR-Test durch. Davon waren dann zwei positiv.

Das stellt die Zuverlässigkeit der Schnelltests in Frage. «Die Reihe hat uns aber geholfen, die Schnelltests besser zu verstehen», sagt Anne Vergison und ergänzt: «Der Grad der Ansteckungsfähigkeit einer infizierten Person ist mittels PCR nachweisbar. Bei den sechs positiven Fällen war die Ansteckungsfähigkeit gering, entweder weil sie am Anfang oder am Ende der Krankheit standen. Ein Schnelltest reicht also aus, um abzuschätzen, ob jemand während eines Konzerts nicht ansteckend ist oder nicht.» Was das große Konzert angeht, liege der Ball nun bei der Politik. «Die Regierung oder das Parlament müssen nun darüber entscheiden. Das Gesetz müsste geändert werden, um die Zahl der erlaubten Besucher zu erhöhen», sagt Vergison.

(Séverine Goffin/ L'essentiel)

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