Vorbild für «Gesprengte Ketten»: Rolex half Briten bei Flucht aus Nazi-Lager – für 189.000 Dollar verkauft

Publiziert

Vorbild für «Gesprengte Ketten»Rolex half Briten bei Flucht aus Nazi-Lager – für 189.000 Dollar verkauft

Der Film «Gesprengte Ketten» mit Steve McQueen in der Hauptrolle war ein großer Erfolg. Vorbild für den Streifen war die echte Flucht britischer Kriegsgefangener aus einem Lager. Dabei benutzten sie eine Rolex, die nun bei Christie’s versteigert wurde.

1 / 5
Diese Rolex gehörte Flicht Lieutenant Gerald Imeson, der sie 1944 für einen Fluchtversuch aus einem Nazi-Lager nutzte. Nun wurde sie versteigert.

Diese Rolex gehörte Flicht Lieutenant Gerald Imeson, der sie 1944 für einen Fluchtversuch aus einem Nazi-Lager nutzte. Nun wurde sie versteigert.

IMAGO/UPI Photo
Schwadron-Führer Bertram «Jimmy» James und Flight Lieutenant Sydney Dowse posieren 60 Jahre nach ihrem Ausbruchsversuch mit einem Waggon, der sie zum Abtransport von Erde beim Tunnelbau nutzten.

Schwadron-Führer Bertram «Jimmy» James und Flight Lieutenant Sydney Dowse posieren 60 Jahre nach ihrem Ausbruchsversuch mit einem Waggon, der sie zum Abtransport von Erde beim Tunnelbau nutzten.

REUTERS
Die Geschichte wurde 1963 als «The Great Escape» mit Steve McQueen verfilmt.

Die Geschichte wurde 1963 als «The Great Escape» mit Steve McQueen verfilmt.

Imago

Eine Rolex-Uhr, die im Zweiten Weltkrieg von einem britischen Soldaten bei einem Fluchtversuch aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager getragen wurde, ist für 189.000 Dollar (178.000 Euro) versteigert worden. Die Auktion am Donnerstag in New York blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück: Das Auktionshaus Christie’s hatte sich einen Erlös zwischen 200.000 und 400.000 Dollar erhofft.

Die Uhr gehörte dem Häftling und britischen Flight Lieutenant Gerald Imeson, der am 24. März 1944 mit weiteren alliierten Soldaten einen Ausbruchsversuch aus dem Nazi-Lager Stalag Luft III startete. Die Vorgänge dienten als Grundlage für den US-Film «Gesprengte Ketten» (1963) mit Steve McQueen in der Hauptrolle.

Häftlinge nutzten die Uhr als Hilfsmittel zur Flucht

Die Häftlinge nutzten die Uhr nach Angaben des Auktionshauses dazu, die Zeit zu berechnen, die sie für ihre Flucht durch Tunnelanlagen benötigten, und für die Berechnung der Patrouillenrunden der Lagerwachen. Von den 200 Teilnehmern des Fluchtunterfangens gelang es 76, zeitweise zu entkommen. Imeson war nicht unter ihnen. Auch wurden bis auf drei alle geflohenen Häftlinge wieder gefasst und 50 von ihnen hingerichtet.

Imeson wurde 1945 aus einem anderen Kriegsgefangenenlager befreit. Anschließend trug er die Uhr bis zu seinem Tod mit 85 Jahren im Jahr 2003. Die Uhr war erstmals 2013 in Großbritannien versteigert worden. Der Name des jetzigen Käufers ist nicht bekannt.

(AFP/trx)

Deine Meinung

0 Kommentare