Knapper Entscheid – Romney gewinnt mit acht Stimmen Vorsprung

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Knapper EntscheidRomney gewinnt mit acht Stimmen Vorsprung

Mitt Romney gewinnt die Vorwahl der Republikaner um die US-Präsidentschaftskandidatur in Iowa mit acht Stimmen Vorsprung auf Rick Santorum.

Der Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, hat die ersten Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner im Bundesstaat Iowa mit acht Stimmen Vorsprung gewonnen. Auf dem dritten Platz landete der texanische Abgeordnete Ron Paul.

Der Auftakt des Wettkampfes um die US-Präsidentschaftskandidatur der Republikaner hat sich wie erwartet zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen der Favoriten entwickelt. Mitt Romney und Rick Santorum, der ehemalige Senator von Pennsylvania, lagen über Stunden gleichauf. Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen lag noch Santorum mit vier Stimmen vorne.

30 015 Stimmen für Romney

Am Ende gewinnt aber Romney mit gerde einmal acht Stimmen Vorsprung. In absoluten Zahlen: Auf Romney entfallen 30 015 Stimmen. Santorum kommt auf 30 007. Beide erreichen je 25 Prozent der Stimmen. Der texanische Abgeordnetet Ron Paul erreicht 21 Prozent.

Der Kongressabgeordnete Ron Paul erhielt nach Angaben mehrerer TV-Sender gut 21 Prozent. Damit bleibt die Suche nach einem Herausforderer von Präsident Barack Obama bei der Präsidentenwahl im November völlig offen.

Romney griff Obama an

Romney griff Obama in seiner Rede vor Unterstützern am Abend genau auf diesem Feld an: «Dies ist eine gescheiterte Präsidentschaft», sagte er und ergänzte: «Die Lücke zwischen seinen Versprechen von vor vier Jahren und seiner Leistung ist größer als alles, was ich jemals in meinem Leben gesehen habe.»

Den vierten Platz belegte der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingrich mit rund 13 Prozent. Der texanische Gouverneur Rick Perry erhielt gut 10 Prozent. Er kündigte an, seine Kampagne zumindest vorübergehend auf Eis zu legen. «Ich habe entschieden, nach Texas zurückzukehren, um die Ergebnisse der heutigen Wahl einzuordnen und herauszufinden, ob es einen weiteren Weg für mich in diesem Rennen gibt», sagte Perry am Abend vor Unterstützern.

Wer in Iowa schlecht abschneidet, hat weniger finanzielle Unterstützung

Die Kongressabgeordnete Michele Bachmann dagegen, die mit 5 Prozent abgeschlagen auf den sechsten Platz kam, schlug einen optimistischeren Ton an: «Es gibt viele weitere Kapitel, die auf unserem Pfad zur Nominierung geschrieben werden», sagte sie. Die parteiinterne Vorwahl in dem kleinen Agrarstaat im Mittleren Westen ist zwar der vielbeachtete Auftakt zum Wahljahr 2012 - aber sie hat für das tatsächliche Ergebnis des Rennens eher symbolische Bedeutung. Bereits in der kommenden Woche stehen die nächsten Vorwahlen im Bundesstaat New Hampshire an. Insgesamt gibt es weitere Wahlgänge in 49 US-Staaten.

Als Faustregel gilt: Wer in Iowa gewinnt, hat die Kandidatur noch längst nicht in der Tasche. Wer aber schlecht abschneidet, dem droht die finanzielle Unterstützung abzubröckeln. Endgültig entscheiden die Republikaner erst bei ihrem Parteitag Ende August, wer am 6. November gegen Obama ins Rennen geht.

(L'essentiel online/dpa)

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