«Super Tuesdays» – Romney holt Ohio und auch Alaska
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«Super Tuesdays»Romney holt Ohio und auch Alaska

Mitt Romney hat die wichtige Vorwahl im US-Staat Ohio knapp gewonnen und sich auch in Alaska durchgesetzt. Dennoch hat der Super Tuesday den Republikanern keine Vorentscheidung gebracht.

Rick Santorum bleibt Facvorit Mitt Romney auf den Fersen.

Rick Santorum bleibt Facvorit Mitt Romney auf den Fersen.

DPA

Der führende republikanische US- Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney hat auch die Vorwahl im Staat Alaska gewonnen. Damit siegte der Exgouverneur am «Super Tuesday» in insgesamt sechs Staaten, darunter auch im umkämpften «Swing State» Ohio. Daneben konnte der 64-jährige in Virginia, Vermont, Idaho und Massachusetts wichtige Erfolge verbuchen.

Allerdings konnte der Multimillionär seinen ärgsten Rivalen Rick Santorum nicht abschütteln. Der 53-jährige Ex-Senator entschied Oklahoma, Tennessee und North Dakota für sich.

Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich punktete lediglich in seiner Heimat Georgia, will aber trotzdem im Rennen bleiben. Auch der libertäre Kongressabgeordnete Ron Paul erweckte nicht den Eindruck, in näherer Zukunft aufgeben zu wollen.

Ohio knapp an Romney

In Ohio lieferten sich Romney und Santorum ein besonders spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach Auszählung von 99 Prozent der Bezirke lag der Ex-Gouverneur mit 38,0 Prozent vor dem der 53-jährigen Santorum mit 37,0 Prozent.

Die Vorwahl in Ohio gilt als die mit Abstand wichtigste Abstimmung an diesem «Super Tuesday», bei dem in insgesamt zehn Bundesstaaten gewählt wird. Nach einer traditionellen Faustregel muss ein Kandidat in dem hart umkämpften «Swing State» im Mittleren Westen unbedingt gewinnen, wenn er Präsident werden will.

Keine Vorentscheidung

Damit bleibt völlig offen, wen die Partei als Kandidat gegen den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama aufstellen wird. Bei einem Auftritt in Steubenville im Bundesstaat Ohio feierte sich Santorum bereits als Sieger des Tages.

Er stellte sich in seiner Rede als Außenseiter dar, der trotz geringer Ausgangschancen - vor allem wegen mangelnder finanzieller Ausstattung - große Erfolge feiern kann. «Es gab keinen einzigen Staat, in dem ich mehr Geld ausgegeben habe als die Leute, gegen die ich dort gewann», sagte er.

Romney bleibt siegessicher

Romney seinerseits präsentierte sich demonstrativ als Herausforderer von Obama. Er stehe bereit, sein Land «zum Wohlstand zu führen», sagte er vor jubelnden Anhängern in Boston im Bundesstaat Massachusetts, wo Romney Gouverneur gewesen war.

Auf seine Rivalen ging der schwerreiche Geschäftsmann kaum ein. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, mindestens fünf Wahlen am «Super Tuesday» zu gewinnen, um sich deutlich von seinen Kontrahenten abzusetzen.

In der Vergangenheit entschied sich am «Super Tuesday häufig das Nominierungsrennen der Republikaner. Diesmal jedoch dürfte sich der Wahlkampf bis April oder Mai hinziehen. Der Nominierungsparteitag der Republikaner findet dann im August, die Präsidentenwahl am 6. November statt.

L'essentiel Online/mbu/jcg/sda/dapd

«Super Tuesday» im Überblick

- Alaska: Mitt Romney

- Idaho: Mitt Romney

- Massachusetts: Mitt Romney

- Vermont: Mitt Romney

- Virginia: Mitt Romney

- Ohio: Mitt Romney

- North Dakota: Rick Santorum

- Oklahoma: Rick Santorum

- Tennessee: Rick Santorum

- Georgia: Newt Gingrich

(Stand: 09:00 Uhr)

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