Mapic – Royal Hamilius dient in Cannes als Paradebeispiel

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MapicRoyal Hamilius dient in Cannes als Paradebeispiel

LUXEMBURG – Auf der Gewerbeimmobilienmesse in Cannes wurde über die Herausforderungen der modernen Einkaufszentren gesprochen. Auch das zukünftige Royal Hamilius wurde genannt.

Wie lockt man Kunden zurück in die Einkaufszentren, wenn beim Online-Shopping alles so herrlich schnell und einfach geht? Einzelhändler und Spezialisten für Gewerbeimmobilien haben sich diese Woche auf der Mapic (Internationaler Markt der Einzelhandelsimmobilien) in Cannes zusammengesetzt, um Lösungen dafür zu finden junge Menschen und Familien wieder mehr anzusprechen. Die Themen Freizeit und Kultur standen dabei im Mittelpunkt. Ob Ausstellungen von Kunstwerken, Kinos und Virtual-Reality-Spielplätze, Workshops für Kinder, Koch- oder Bastelkurse, Konzerte sowie Autogrammstunden: Die Liste der Attraktionen und Möglichkeiten, die ein schlecht besuchtes Einkaufszentrum für Kunden wieder attraktiv machen sollen, ist lang. Aber nicht nur das. Sie ist vor allem notwendig.

Neu errichtete Einkaufszentren spielen die Freizeitkarte mit einem klaren Ziel aus: die Verweildauer des Kunden zu erhöhen, damit dieser mehr Geld da lässt. Auch das Projekt Royal Hamilius, das innerhalb eines Jahres im Herzen Luxemburgs eröffnet wird, lebt nach ähnlichem Motto. Das Royal Hamilius ist ein 350-Millionen-Euro-Projekt des britischen Architekten Norman Foster, das Wohnungen, Büros, Geschäfte und Restaurants kombiniert und für die sechs junge Künstler zeitgenössische Wandmalerei geschaffen haben.

Für Thierry Béhiels, Direktor des belgischen Immobilienunternehmens Codic, welches das Projekt initiiert hat, «ist dies Teil eines besseren Kundenerlebnisses», dessen weltoffene luxemburgische Bevölkerung (65 Prozent sind ausländischer Herkunft) «mit der höchsten Kaufkraft der Welt» Gefallen schenkt. Laut Massimiliano Freddi, Berater der Mailänder Firma Tradelab, war es schon vor zehn Jahren notwendig, «Magie an die Orte des Konsums» zu bringen. Aber jetzt, «wollen unsere Verbraucher mehr Authentizität».

(L'essentiel/afp)

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