Ferienpark Bostalsee – Rumänen sollen rasch ihr Geld bekommen

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Ferienpark BostalseeRumänen sollen rasch ihr Geld bekommen

Seit Tagen sorgt der Umgang mit rumänischen Arbeitern auf einer Großbaustelle im Saarland für Aufregung. Jetzt scheint eine schnelle Lösung für das Problem gefunden.

50 Rumänen, die derzeit beim Bau des Ferienparks am Bostalsee im Saarland beschäftigt sind, sollen endlich ihren ausstehenden Lohn bekommen.

50 Rumänen, die derzeit beim Bau des Ferienparks am Bostalsee im Saarland beschäftigt sind, sollen endlich ihren ausstehenden Lohn bekommen.

In der Affäre um mutmaßliche Missstände auf einer Großbaustelle im Saarland ist eine Lösung gefunden: Rumänische Arbeiter, die über ausstehende Löhne klagen, sollen rasch ihr Geld bekommen. Mit 90'000 Euro will der Generalunternehmer IECT Forderungen von 70 Arbeitern eines Subunternehmers bedienen, die möglicherweise um Geld betrogen wurden. Das ist das Ergebnis eines Treffens zwischen der Gewerkschaft IG Bau und der Unternehmerseite, das nach Angaben des Saar-Wirtschaftsministeriums in der Nacht zum Donnerstag auf Vermittlung der Landesregierung zustande kam. Derweil hat die Staatsanwaltschaft zwei Verdächtige ins Visier genommen.

Nach der Vereinbarung zahlt der niedersächsische Generalunternehmer 50'000 Euro in einen «Solidarfonds» ein. 40'000 Euro für geleistete Arbeiten will IECT sofort zur Verfügung stellen. Am Bostalsee entsteht mit öffentlicher Förderung ein Ferienpark mit rund 500 Häusern. Der Park gilt als ein Leuchtturmprojekt der Landesregierung. Durch ihn soll der Tourismus im Land einen kräftigen Schub bekommen.

Die rumänischen Arbeiter, die als Selbstständige über Subunternehmen beschäftigt sind, haben nach eigenen Angaben seit Monaten kein Geld bekommen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass von IECT geleistete Zahlungen auf rumänische Konten nicht bei den Arbeitern angekommen seien, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Damit betroffene Arbeiter während der Ostertage über die Runden kommen, sollten jedem von ihnen am Donnerstagnachmittag auf der Baustelle 500 Euro als Abschlagszahlung bar ausgezahlt werden. Missstände bei der Unterbringung mehrerer Rumänen soll IECT bereits «schnell und wirksam» beseitigt haben. Das habe die IG Bau anerkannt, erklärte das Ministerium.

(L'essentiel Online/dpa)

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