Luxemburg: Rund 1300 Kinder sind in Pflegefamilien untergebracht

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LuxemburgRund 1300 Kinder sind in Pflegefamilien untergebracht

LUXEMBURG – In manchen Fällen können Kinder nicht bei ihren leiblichen Eltern leben. Konkret betroffen sind im Moment 1300 Kinder im Großherzogtum. Das ergab die letzte Bestandsaufnahme.

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Im Durchschnitt hat etwa die Hälfte der Kinder, die in Pflegefamilien untergebracht sind noch Kontakt zu ihren leiblichen Eltern.

AFP

1299 Kinder in Luxemburg – so die letzte Erfassung im Oktober 2021 – leben nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern. 772 der davon leben demnach in Heimen, 527 in Pflegefamilien. «Etwa die Hälfte der Pflegefamilien haben Kontakt zu den leiblichen Eltern des Kindes», erklärt Bildungsminister Claude Meisch (DP).

Laut seinen Angaben seien die Gründe für die Unterbringung in einer Pflegefamilie oder Einrichtungen vielfältig. So leben manche Kinder nur kurz bei einer Pflegefamilie und werden danach wieder zu ihren leiblichen Eltern zurückgeschickt. Andere bleiben bis zum 18. Geburtstag oder sogar darüber hinaus bei ihren Pflegeeltern.

Dauer der Unterbringung in Pflegefamilien unterscheidet sich stark

«Eine bestimmte Durchschnittsdauer der Unterbringung kann man nicht angeben, da die leiblichen Familien Zeit benötigen, um an ihren elterlichen Fähigkeiten zu arbeiten», so Claude Meisch. Kehrt das Kind in die leibliche Familie zurück, wird dies oft «über Monate hin vorbereitet, weswegen die Wiedereingliederungen in der Mehrzahl der Fälle gelingt».

Von 2019 bis August 2022 (Stand: 26. August 2022) mussten drei solcher Pflegekinder ins Krankenhaus untergebracht werden, erklärt der Minister. Daneben seien sechs im «Centre Hospitalier Neuropsychiatrique (CHNP)», zwei beim «Service nationale de psychiatrique juvénile» und eines Centre Hospitalier Emile Mayrisch (CHEM).

«Prinzipiell werden die Kinder nur dann ins Krankenhaus gebracht, wenn sie medizinische Versorgung brauchen. Es kann aber passieren, dass ein Kind wegen Platzmangels in anderen Einrichtungen über einen kurzen Zeitraum im Krankenhaus bleibt, nachdem die Behandlung abgeschlossen ist», räumt der Minister ein.

(ol )

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