Im Nordpolarmeer – Russen entern Greenpeace-Schiff

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Im NordpolarmeerRussen entern Greenpeace-Schiff

Weil «Arctic Sunrise» ohne Genehmigung in Richtung Arktis ausgelaufen ist, haben russische Behörden das Greenpeace-Schiff gekapert.

Vertreter der russischen Küstenwache haben ein Greenpeace-Schiff geentert, das trotz Verbots in arktische Gewässer vorgestoßen war. Das teilte die Umweltorganisation am Montag mit. Mit der Fahrt des Eisbrechers «Arctic Sunrise» wollen Aktivisten gegen Ölbohrungen der Konzerne Rosneft und ExxonMobil im Nordpolarmeer protestieren.

Doch die Aktion wurde ihnen vergangene Woche mit der Begründung verwehrt, das Schiff sei für die Nordostpassage zur Karasee womöglich nicht mit ausreichendem Eisschutz ausgestattet. Nachdem sich die «Arctic Sunrise» der Anordnung am Samstagmorgen widersetzt habe, hätten sich Beamte der Küstenwache ohne Erlaubnis Zutritt zum Schiff verschafft, berichtete Greenpeace.

Zuvor hätten ihre Aktivisten Schlauchboote mit Transparenten mit der Aufschrift «Rettet die Arktis» nahe einer Rosneft-Ölplattform zu Wasser gelassen. Greenpeace will mit der Aktion auf das mögliche Risiko von Öllecks in der abgelegenen Region aufmerksam machen, die ernste Gefahren für ein nahe gelegenes Naturschutzgebiet bergen.

(L'essentiel Online/sda)

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