Zweifel seit 1969 – Russland kündigt Prüfung von US-Mondlandungen an

Publiziert

Zweifel seit 1969Russland kündigt Prüfung von US-Mondlandungen an

Waren die Amerikaner wirklich auf dem Mond? Die russische Raumfahrtbehörde will der Sache nachgehen und 2030 Astronauten zum Erdtrabanten schicken.

Kaum ein Zeitpunkt der Geschichte bewegte so viele Menschen und war gleichzeitig so ein Fortschritt für die Wissenschaft: die Mondlandung. Am 21. Juli 1969 landete die Apollo 11 mit Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins auf dem Erdtrabanten. 600 Millionen Menschen verfolgten die Mondlandung live im Fernsehen. Die Amerikaner, die sich damals mit der ehemaligen Sowjetunion in einem Wettlauf um die erste bemannte Mondlandung befand, hatten dieses Rennen also gewonnen.

Allerdings werden immer wieder Stimmen laut, die das ganze für nicht echt halten. Verschwörungstheoretiker sehen die Astronauten in einem Fernsehstudio und nicht im Weltall. Argumente für ihre Theorien haben sie einige: Das unerklärliche «Wehen» der Flagge, die viel zu gute Qualität der Aufnahmen, nicht vorhandenes Videomaterial von der eigentlichen Landung und Schatten, die auf dem Videomaterial merkwürdig aussehen.

Erste Mondlandung für Russland

Russland möchte nun mit einer eigenen Mission überprüfen, ob und was an diesen Theorien dran ist. Anfang 2030 soll die erste russische Raumfähre auf dem Mond landen. Der Leiter der russischen Raumfahrtbehörde (Roskosmos), Dmitri Rogosin, sagte auf einer Konferenz: «Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, zu fliegen und zu überprüfen, ob sie dort waren oder nicht.» Da er das ganze aber mit einem Grinsen im Gesicht sagte, könnte der bemannte Mondflug noch ganz andere Ziele haben.

Es gehe nicht darum, die Errungenschaften der Amerikaner zu schmälern, sondern nach der letzten Mondlandung im Jahr 1972 soll endlich wieder ein Mensch auf dem Trabanten landen. Für Russland wäre es zudem die erste Mondlandung. Roskosmos hatte am Samstag bei Twitter ein Video von dem Gespräch zwischen Rogosin und dem Präsidenten der Republik Moldau, Igor Dodon, veröffentlicht.

(L'essentiel/fee/sb/dpa)

Nach einigen Pannen hatte die Sowjetunion in den 1970er Jahren Pläne für eine Mondlandung auf Eis gelegt. Nach russischen Plänen sollen nun die ersten Kosmonauten Anfang der 2030er Jahre auf dem Mond landen. 14 Tage sollen sie dort bleiben.

Deine Meinung