Bürgerkrieg in Syrien – Russland will weiter zuschauen
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Bürgerkrieg in SyrienRussland will weiter zuschauen

Die UN-Mission in Syrien ist im Sicherheitsrat umstritten. Ban Ki Moon fordert mehr zivile Beobachter, Russland ist dagegen.

Forderungen nach einem Rücktritt des umstrittenen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad lehnt Rulsslands Präsident Putin kategorisch ab.

Forderungen nach einem Rücktritt des umstrittenen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad lehnt Rulsslands Präsident Putin kategorisch ab.

DPA

Im Syrien-Konflikt will Russland eine Fortsetzung der UN-Beobachtermission weitgehend nach dem bisherigen Muster vorschlagen. Wenige Stunden vor einer vertraulichen Sitzung des UN-Sicherheitsrates mit dem Syrien-Sondergesandten Kofi Annan wurde in New York ein Resolutionsentwurf Moskaus publik, der im wesentlichen eine technische Fortschreibung vorsieht. Die auf drei Monate begrenzte Beobachtermission endet am 20. Juli, kann aber verlängert werden. In Moskau wollte Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch erstmals den neuen Vorsitzenden des Syrischen Nationalrats (SNC), Abdelbaset Seida, zu Krisengesprächen treffen. Lawrow hatte zuvor das Ziel unterstrichen, die zersplitterte syrische Opposition zu einen.

Russland besteht weiter auf Kompromisslösung

Als UN-Vetomacht setzt sich Russland für eine Übergangsregierung in Syrien aus Kräften des bisherigen Regierungslagers und der Opposition ein. Forderungen nach einem Rücktritt des umstrittenen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad lehnt Moskau kategorisch ab. Die USA hatten zuvor ihren Ton gegenüber Assad verschärft und ihn als Mörder und Tyrannen bezeichnet.

Am Nachmittag will Annan in New York den UN-Sicherheitsrat über seine jüngste Vermittlungsmission unterrichten. Er hatte sich nach einem Treffen mit Assad am Montag in Damaskus für einen Dialog zwischen den verfeindeten Lagern ausgesprochen. Nach inoffiziellen Angaben soll es bei den Gesprächen um eine Art Generalamnestie für «bewaffnete Oppositionelle» gegangen sein. Die Assad-Gegner sollen im Gegenzug ihre Waffen «dem Staat» übergeben.

(L'essentiel Online/dpa)

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