Trotz Startverbots – Ryanair will weitere 737-Max-Jets bestellen
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Trotz StartverbotsRyanair will weitere 737-Max-Jets bestellen

Trotz des anhaltenden Startverbots bereitet sich die Fluggesellschaft auf den Kauf weiterer Maschinen des umstrittenen Mittelstreckenjets vor.

Der Ryanair-Chef schloss zwar nicht aus Jets des Boeing-Rivalen Airbus zu bestellen. Dafür brauche es aber höhere Rabatte und attraktivere Zeitpunkte für die Auslieferung.

Der Ryanair-Chef schloss zwar nicht aus Jets des Boeing-Rivalen Airbus zu bestellen. Dafür brauche es aber höhere Rabatte und attraktivere Zeitpunkte für die Auslieferung.

DPA/Clara Margais

Europas größter Billigflieger Ryanair bereitet sich trotz des anhaltenden Startverbots für Boeings Mittelstreckenjet 737 Max auf den Kauf weiterer Maschinen der Reihe vor. Die irische Airline spreche derzeit mit Boeing über eine weitere Bestellung, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary dem Sender Bloomberg TV am Dienstag in Brüssel.

Die Fluggesellschaft hat bereits bis zu 210 Exemplare der Boeing 737 Max bestellt, aber wegen des seit fast einem Jahr geltenden Flugverbots für den Typ noch kein einziges Exemplar erhalten. Boeing hofft, dass die Wiederzulassung der Max Mitte des Jahres vorliegt. O'Leary erwartet, dass Ryanair die erste Maschine im September oder Oktober erhält.

Für die mögliche neue Bestellung hat der Manager neben der Billigflieger-Version Boeing 737 Max 200 auch die Langversion 737 Max 10 im Auge. Die zusätzlichen Jets sollten dann in den Jahren 2024 bis 2028 zur Flotte stoßen.

O'Leary schloss nicht grundsätzlich aus, alternativ Jets des europäischen Boeing-Rivalen Airbus zu bestellen. Dafür brauche es aber höhere Rabatte und attraktivere Zeitpunkte für die Auslieferung. Die Airbus-Mittelstreckenjets der Modellfamilie A320neo verkaufen sich deutlich besser als die Boeing 737 Max. Die Produktion sei bis 2025 ausgebucht, hatte Airbus-Chef Guillaume Faury im Februar gesagt.

(L'essentiel/dpa)

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