Von Perl zum Erbeskopf – Saarländer will 121 Kilometer laufen
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Von Perl zum ErbeskopfSaarländer will 121 Kilometer laufen

PERL - Vom tiefsten Punkt im Saarland zum höchsten Berg in Rheinland-Pfalz will ein Extremsportler am Samstag laufen.

Extremsportler Martin Schedler an einem der schönsten Orte des Saarlandes, der Saarschleife bei Orscholz.

Extremsportler Martin Schedler an einem der schönsten Orte des Saarlandes, der Saarschleife bei Orscholz.

DPA/Privat

Es geht um eine Strecke von 121 Kilometern: Die will der saarländische Extremsportler Martin Schedler an diesem Samstag (8. April) in gut 14 Stunden laufen. Seine geplante Tour führt den 36-Jährigen vom tiefsten Ort im Saarland bei Perl an der Mosel zum höchstem Berg von Rheinland-Pfalz, dem Erbeskopf. «Ich denke, dass ich das schaffe werde», sagte der Diplom-Verwaltungswirt in Saarbrücken. Er laufe seit mehr als 20 Jahren, seit etlichen Jahren auch Ultradistanzen – also längere Strecken als Marathon.

Warum diese Mammut-Route? «Es ist was Persönliches. Ich habe eine große Verbundenheit mit der Region Saar-Hunsrück», sagte er. «Ich will anderen zeigen, was wir hier vor der Haustür haben.» Die Strecke, die er laufe, sei «sicherlich eine der schönsten Strecken, die wir in Deutschland haben», sagte der Saarländer. In den vergangenen Jahren sei er unter anderem in Namibia, Marokko und auf Teneriffa gewesen.

Bisheriger Rekord: 90 Kilometer

Auf seiner jetzigen Lauf-Route muss er 3798 Höhenmeter zurücklegen. Er will die höchstgelegenen Berge im Saarland überqueren: den Schimmelkopf und den Teufelskopf im Hochwald. «Ich werde nur kurze Pausen machen.» Seine bisher längste Strecke, die er am Stück zurückgelegt habe, sei um die 90 Kilometer lang gewesen. «Da hätte ich aber noch gekonnt», sagte er.

Es gehe ihm beim Laufen «nicht um die kürzeste Strecke von A nach B, sondern um die erlebnisreichste», sagte er. Das Landschaftserlebnis und die Begegnung mit der Natur stünden im Vordergrund: Daher laufe er auch große Teile über den Saar-Hunsrück-Steig. «Möglichst wenig Asphalt und möglichst viel Trail.» Die Idee sei in den vergangenen Jahren bei ihm gewachsen. «Ich habe schon viele Teilabschnitte abgelaufen.»

(L'essentiel/dpa)

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