Corona-Maßnahmen – Sachsen fährt Teile des öffentlichen Lebens runter
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Corona-MaßnahmenSachsen fährt Teile des öffentlichen Lebens runter

Die Corona-Pandemie droht in Sachsen aus dem Ruder zu laufen. Der Freistaat reagiert mit einschneidenden Corona-Regeln und hofft, bis Weihnachten das Ruder rumreißen zu können.

CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer ( Mitte vorne) sprach am Freitagabend in Dresden vor Pressevertretern.

CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer ( Mitte vorne) sprach am Freitagabend in Dresden vor Pressevertretern.

DPA/Robert Michael

In Sachsen will man sich nicht länger auf die Eigenverantwortung der Menschen verlassen im Kampf gegen Corona. Stattdessen setzt die Landesregierung ab kommendem Montag auf strengere Corona-Regeln im Freistaat, wie Ministerpräsident Kretschmer (CDU) am Freitag bei einer Pressekonferenz mitteilt. Konkret setzt das ostdeutsche Bundesland dabei auf weitreichende 2G-Regeln. Daneben werde es weitreichende Einschränkungen für Ungeimpfte geben.

Ab Montag dürfen damit nur noch Geimpfte und Genesene in Restaurants, Geschäfte und zu Veranstaltungen gehen. Schulen und Kindergärten sollen jedoch weiterhin geöffnet bleiben. Freizeiteinrichtungen sollen hingegen gänzlich geschlossen bleiben, das betreffe vor allem Diskotheken, Bars und Sporteinrichtungen, wie Sozialministerin Petra Köpping (SPD) sagte.

Durch die Maßnahmen erhoffe sich die Landesregierung eine spürbare Senkung der Neuinfektionen, wie Kretschmer sagte. Daneben wolle man die Gesundheitsämter wieder in die Lage versetzen, Kontakte nachverfolgen zu können. Außerdem forderte der CDU-Ministerpräsident von den Sachsen «mehr Impfbereitschaft». Ein allgemeiner Lockdown seien die Maßnahmen jedoch nicht, wie Vize-Ministerpräsident Wolfram Günther (Die Grüne) betonte. Geimpfte und Genesene sollen demnach von den Einschränkungen ausgenommen sein.

(L'essentiel)

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