Burma – San Suu Kyi gibt ihre Stimme ab

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BurmaSan Suu Kyi gibt ihre Stimme ab

Heute werden in Burma die ersten freien Wahlen seit 25 Jahren abgehalten. Die Partei der Friedensnobelpreisträgerin hofft auf einen Sieg.

In Burma haben die ersten freien Parlamentswahlen seit 25 Jahren begonnen. «Die Wahlen haben begonnen», bestätigte ein Vertreter der Wahlkommission der Nachrichtenagentur AFP die Öffnung der Wahllokale im Stadtteil Bahan von Rangun.

Dort gab Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi unter großem Jubel ihre Stimme ab. Hunderte Anhänger hatten seit dem frühen Morgen an dem Wahllokal auf sie gewartet. Ihre Partei, die Nationalliga für Demokratie (NLD), rechnet mit einem großen Sieg. Suu Kyi äußerte sich nicht. Das wollte sie später in dem Wahlbezirk außerhalb Rangun tun, in dem sie für einen Parlamentssitz kandidiert.

Suu Kyi hofft auf Sieg

Mehr als 30 Millionen Menschen sind am Sonntag zu den Urnen gerufen. Die 70-jährige Suu Kyi hat unter der Militärdiktatur fast 15 Jahre unter Hausarrest gestanden. Sie hofft, durch einen Sieg ihrer NLD den demokratischen Neubeginn in dem südostasiatischen Land besiegeln zu können.

Vor vier Jahren wurde die fast fünf Jahrzehnte andauernde Militärherrschaft in Burma beendet und die Macht an eine formal zivile Regierung unter dem ehemaligen General Thein Sein übertragen. Mit Hochspannung wird nun darauf geblickt, ob das Militär nach dem Urnengang tatsächlich die Macht vollständig an eine demokratisch gewählte Regierung abtritt.

Thein Seins Partei macht sich ebenfalls Hoffnungen auf den Sieg. Sie verspricht Stabilität in dem Vielvölkerstaat, in dem zahlreiche Rebellenarmeen seit Jahrzehnten gegen die Zentralregierung kämpfen. Der frühere Regierungschef der Junta und heutige Präsident hat Reformen vorangetrieben und das Land geöffnet. Er versprach, das Wahlergebnis auf jeden Fall anzuerkennen.

(L'essentiel/chk/sda)

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