US-Vorwahlen – Sanders entlässt hunderte Wahlkampfhelfer

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US-VorwahlenSanders entlässt hunderte Wahlkampfhelfer

Bernie Sanders will sich ganz auf die Vorwahl in Kalifornien konzentrieren. Mitarbeiter in anderen Staaten brauche er nicht mehr. Ted Cruz nominiert Carly Fiorina als Vizepräsidentin.

Will nicht aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur aussteigen: Bernie Sanders. (26. April 2016)

Will nicht aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur aussteigen: Bernie Sanders. (26. April 2016)

John Minchillo

Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat die Entlassung von Hunderten Wahlkampfhelfern angekündigt. Er wolle sich ganz auf die Vorwahl in Kalifornien Anfang Juni konzentrieren, zitierte die «New York Times» den Senator am Mittwoch.

In den anderen Bundesstaaten benötige er keine Mitarbeiter mehr, sagte er. Er wolle aber nicht aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur aussteigen. Sanders liegt klar hinter seiner Rivalin Hillary Clinton. Der früheren Außenministerin ist die Nominierung für die Präsidentenwahl im November nach ihren jüngsten Vorwahl-Siegen kaum noch zu nehmen.

Bis zum Nominierungs-Parteitag im Sommer stehen noch ein gutes Dutzend Abstimmungen an. Fast die Hälfte der noch nicht vergebenen Delegiertenstimmen können dabei allein im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat Kalifornien geholt werden.

Cruz nominiert Carly Fiorina als Vizepräsidentin

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Ted Cruz hat am Mittwoch die ehemalige Top-Managerin Carly Fiorina als seine Kandidatin für das Amt der US-Vizepräsidentin vorgestellt. Die 61-Jährige war sechs Jahre lang Chefin des Technologieunternehmens Hewlett-Packard.

– Ted Cruz (@tedcruz) 27. April 2016

Fiorina würde an der Seite von Cruz antreten, sollte der Texaner als Kandidat der US-Republikaner ins Rennen um das Weiße Haus gehen. Sie hatte sich ebenfalls um das Präsidentenamt beworben, war aber im parteiinternen Rennen der Republikaner früh gescheitert und hatte nur einen Delegierten hinter sich bringen können.

«Für das Amt des Vizepräsidenten ist jemand notwendig, auf den man sich voll und ganz verlassen kann», sagte Cruz in Indianapolis. Cruz hatte am Tag zuvor in fünf Bundesstaaten schwere Vorwahl-Niederlagen gegen den Favoriten Donald Trump hinnehmen müssen. Die Chancen auf seine Kandidatur sind damit kleiner geworden.

Trump macht sich über Cruz lustig

US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat sich einmal mehr über seinen Rivalen Ted Cruz lustig gemacht. Der Grund diesmal: Cruz' Bekanntgabe, die frühere Bewerberin und HP-Chefin Carly Fiorina zu seiner Vizepräsidentschaftskandidatin zu machen.

– Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 27. April 2016

Cruz sei der erste Präsidentschaftsbewerber in der Geschichte der USA, der mathematisch nicht mehr Präsident werden könne, aber trotzdem einen Vizepräsidenten ernannt habe, sagte Trump am Mittwochabend auf einer Wahlkampfveranstaltung in Indianapolis. «Cruz kann nicht gewinnen, warum wählt er dann Vizepräsidenten aus?», so Trump.

(L'essentiel/chk/sda)

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