Tragödie in Kanada: Sanitäterin hilft ihrer sterbenden Tochter und bemerkt es nicht

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Tragödie in KanadaSanitäterin hilft ihrer sterbenden Tochter und bemerkt es nicht

Eine kanadische Rettungssanitäterin war als erste Helferin zu einem schweren Autounfall nördlich von Calgary geeilt. Erst später erfuhr sie, dass ihre Tochter im Fahrzeug saß.

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Jayme Erickson berichtet, wie sie die Tragödie erlebte.

Jayme Erickson berichtet, wie sie die Tragödie erlebte.

Screenshot CBC
«Mein schlimmster Albtraum wurde wahr», sagt sie.

«Mein schlimmster Albtraum wurde wahr», sagt sie.

Screenshot CBC
Denn, die bei einem Unfall getötete 17-Jährige, der sie bis zu ihrem Transport ins Krankenhaus beistand, …

Denn, die bei einem Unfall getötete 17-Jährige, der sie bis zu ihrem Transport ins Krankenhaus beistand, …

Screenshot CBC

«Niemand möchte so etwas durchleben», sagte Jayme Erickson unter Tränen bei einer Pressekonferenz in Airdrie in der kanadischen Provinz Alberta. Ihr schlimmster Albtraum sei wahr geworden. «Ich möchte nur, dass mein Baby-Girl nicht vergessen wird.»

Die Rettungssanitäterin war als erste Helferin zu einem schweren Autounfall nördlich von Calgary geeilt, bei dem in einem der beiden beteiligten Wagen eine junge Frau im Auto eingeklemmt und schwer verletzt worden war. Die Fahrerin hatte die Kontrolle über das Auto verloren, das daraufhin gegen einen entgegenkommenden LKW prallte. Der Fahrer konnte selbst aus dem Wrack steigen, doch die 17-Jährige auf dem Beifahrersitz musste herausgeschnitten werden. Während es befreit wurde, kümmerte sich Erickson um das Mädchen. Später wurde die junge Frau ins Krankenhaus gebracht, wo sie dann ihren schweren Verletzungen erlag.

Wie Ericksons Kollege Richard Reed erzählt, drückte die Rettungssanitäterin auf dem Rückweg vom Einsatz ihre Betroffenheit aus. «Sie sagte, es sei traurig und frustrierend, dass wieder eine Familie eine Tochter, Schwester und Enkeltochter verloren hatte.»

Dann war Ericksons Schicht fertig und sie ging nach Hause. Minuten später klopfte es an ihrer Tür – und sie erfuhr von der Polizei, dass es sich bei der verstorbenen jungen Frau um ihre eigene Tochter Montana handelte. Sie hatte sich um das sterbende Mädchen gekümmert, ohne es zu erkennen.

«Obwohl ich dankbar für die 17 Jahre bin, die ich mit ihr verbringen durfte, bin ich erschüttert und frage mich: Was wäre aus dir geworden, mein kleines Mädchen? Wer wärst du gewesen?», schrieb Erickson später in einem bewegenden Post auf Facebook. «Mein Schmerz ist unbeschreiblich.»

Montana sei ein «Firecracker» gewesen, eine offene und lebendige Persönlichkeit. Sie sei eine begeisterte Leistungsschwimmerin gewesen und habe Jura studieren wollen, berichtet CBC. Als kleiner Trost bleibt der Mutter, dass Montana mit ihrer Organspende das Leben zweier Menschen retten konnte. 

(trx)

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