Astrazeneca – Santé hat Abstand zwischen beiden Impfungen verkürzt

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AstrazenecaSanté hat Abstand zwischen beiden Impfungen verkürzt

LUXEMBURG – Die Gesundheitsministerin hat erklärt, warum die Behörden den Zeitraum zwischen erster und zweiter Astrazeneca-Impfung auf acht Wochen verkürzt haben.

Die EMA hat eine Verzögerung zwischen der ersten Injektion und der Auffrischung von vier bis zwölf Wochen festgelegt.

Die EMA hat eine Verzögerung zwischen der ersten Injektion und der Auffrischung von vier bis zwölf Wochen festgelegt.

AFP

In der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage hat Gesundheitsministerin Paulette Lenert begründet, weshalb der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfung mit Astrazeneca im Großherzogtum von zehn auf acht Wochen verkürzt worden ist. Zumal sowohl der Oberste Rat für Infektionskrankheiten (CSMI) in Luxemburg, die Ständige Impfkommission (in Deutschland) und die Hohe Behörde für Gesundheit (in Frankreich) einen Abstand von zwölf Wochen zwischen den beiden Dosen empfehlen, «um den positiven Einfluss auf die Wirksamkeit des Impfstoffs zu erhöhen».

Auf die Frage nach der wissenschaftlichen und medizinischen Begründung erklärte Paulette Lenert, dass die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) eine mögliche Verzögerung zwischen der ersten Injektion und der Auffrischung von vier bis zwölf Wochen festgelegt hatte. Diese Zeitspanne wurde auch vom CSMI unterstützt.

«Im Wesentlichen organisatorische Gründe»

Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen von Anfang März wurde eine Verzögerung von acht bis zwölf Wochen empfohlen. «In der Praxis lag die Verzögerung in den Impfzentren in der Regel bei zehn Wochen», erklärt die Ministerin und fügt hinzu: «Erst kürzlich (Mitte April, Anm. d. Red.) ist der CSMI den Argumenten der Ständigen Impfkommission und der Haute Autorité de Santé gefolgt, die nun eine Verzögerung von zwölf Wochen vorschlagen.» Diese Empfehlung basiere allerdings «auf einer einzigen wissenschaftlichen Studie, die noch nicht evaluiert wurde», bemerkte Lenert.

Die Ministerin räumt ein, dass diese Verkürzung «im Wesentlichen organisatorische Gründe» habe. Sie verteidigt sich: «Dass die zweite Impfung zwischen der achten und zwölften Woche sinnvoller ist als die ursprünglich vorgesehene Auffrischung nach vier Wochen, heißt noch nicht, dass es einen wirklichen Unterschied zwischen einer Impfung nach acht oder zwölf Wochen gibt.» Zudem habe auch die Region Brüssel angekündigt, die Frist auf acht Wochen zu verkürzen. Auch die Wallonie ziehe dies in Erwägung.

(mc/L'essentiel)

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