Zusammenhang bestätigt – Sarkasmus fördert die Kreativität

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Zusammenhang bestätigtSarkasmus fördert die Kreativität

Eine spitze Bemerkung hier, ein ironischer Kommentar da: Sarkasmus hat einen zwiespältigen Ruf. Doch er bewirkt auch etwas ziemlich Positives.

Dr. Gregory House aus der gleichnamigen TV-Serie ist ein Vorzeige-Sarkast.

Dr. Gregory House aus der gleichnamigen TV-Serie ist ein Vorzeige-Sarkast.

Wegen seiner beissenden Sprüche wird er häufig als TV-Ekel bezeichnet, doch eigentlich ist Dr. Gregory House aus der gleichnamigen Serie ein Genie. Während seine Kollegen bei manchen Patienten nicht weiterwissen, kommen ihm immer wieder neue Ideen in den Sinn, die den Patienten das Leben retten. Kurz: Er ist kreativ.

Laut einem amerikanisch-französischen Forscherteam ist das kein Zufall. Denn zwischen Sarkasmus und Kreativität besteht ein Zusammenhang, wie sie im Fachjournal Organizational Behavior and Human Decision Processes schreiben.

Abstraktes Denken

Für die Studie hatten sie die Teilnehmer zunächst gebeten, Situationen zu schildern, in denen sie sich entweder selbst sarkastisch geäußert haben oder Opfer derartiger Kommentare geworden sind. Außerdem mussten sie leere Comic-Sprechblasen mit sarkastischen Bemerkungen füllen. So wurde ihr Talent für Spötteleien ermittelt.

Anschließend sollten die Probanden eine handwerkliche Aufgabe lösen und eine Kerze an der Wand befestigen. Dafür standen ihnen neben einer Kerze noch Streichhölzer und eine Packung Reisszwecken zur Verfügung. Mit anderen Worten: Sie mussten kreativ werden. Und das gelang laut Joyce M. Rawleigh vor allem den Teilnehmern, die sich in der ersten Phase der Studie als besonders sarkastisch oder als für Sarkasmus empfänglich geoutet hatten.

Daraus schließen die Forscher, dass Sarkasmus kreativ macht – weil dabei nicht unbedingt das gesagt wird, was gemeint ist und er so das abstrakte Denken fördert.

(L'essentiel/fee)

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