Eklat in Gelsenkirchen – Schalker nach Abstieg von eigenen Fans gejagt

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Eklat in GelsenkirchenSchalker nach Abstieg von eigenen Fans gejagt

Nach dem Bundesliga-Abstieg von Schalke 04 kam es am Dienstagabend in Gelsenkirchen zu Ausschreitungen.

Der Frust nach der 0:1-Pleite in Bielefeld und dem damit verbundenen Abstieg Schalkes war für einige Fans zu groß. Bei einem «Austausch zwischen Profi-Mannschaft und Fangruppierungen» sind laut Angaben des Revierclubs «Grenzen überschritten» worden. «Bei allem verständlichen Frust und aller nachvollziehbaren Wut über den Abstieg in die 2. Bundesliga: Der Verein wird es niemals akzeptieren, wenn die körperliche Unversehrtheit seiner Spieler und Mitarbeiter gefährdet wird. Genau das ist in der vergangenen Nacht aber durch die Handlungen von Einzelpersonen geschehen», hieß es in einem Statement des Clubs vom Mittwochmorgen.

Die Grenzen hätten einzelne und bislang «nicht zuzuordnende Personen» überschritten. Dieses Verhalten verurteile der Club «aufs Schärfste und stellt sich selbstverständlich vor seine Mitarbeiter». Die Aufarbeitung des Vorfalls habe begonnen. Weitere Kommentare dazu solle es seitens des Clubs bis zur Aufklärung nicht geben.

Schalke hatte am Dienstagabend 0:1 bei Arminia Bielefeld verloren – diese Niederlage besiegelte den vierten Abstieg des Clubs aus der Bundesliga. Nach der Partie war die Mannschaft zurück nach Gelsenkirchen gefahren.

Dort sollen gewaltbereite Fans einige Schalke-Spieler regelrecht gejagt haben – das berichtet Bild.de. Pyros wurden gezündet, auf einem Video sind Menschen zu sehen, die davonrennen. Der Macher des Videos meint, Spieler würden von Fans verfolgt werden (siehe oben).

Christian Gross hatte sich in dieser Saison noch als Retter von Schalke versucht. Doch auch der 66-jährige Trainer war mit den Gelsenkirchenern nicht erfolgreich. Er gewann gerade mal eines von elf Spielen mit Schalke und musste nach nur zwei Monaten wieder gehen. Auch sein Nachfolger Dimitrios Grammozis konnte den Abstieg nicht verhindern. Schalke steigt somit zum vierten Mal in die 2. Bundesliga ab.

(L'essentiel/dpa/hua)

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