Finnland – Schatzsucher hoffen auf größten Fund aller Zeiten
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FinnlandSchatzsucher hoffen auf größten Fund aller Zeiten

Seit über 30 Jahren suchen Hobbyforschende in Finnland nach einem mit Schmuck und Gold gefülltem jahrhundertealtem Verließ. Nun könnte der Fund bevorstehen.

Der Fall bietet Stoff für einen Krimi: Ein mystischer Held aus vergangenen Zeiten, ein exzentrischer Landbesitzer, der ermordet wurde und eine jahrzehntelange Suche, die kurz vor dem Abschluss stehen soll. 1987 machten sich rund ein Dutzend Hobby-Forscherinnen und -Forscher auf, in Finnland in einem Gebiet östlich der Hauptstadt Helsinki einen lange verlorenen Schatz zu suchen.

Aus den «Tempel Twelve» wurden mittlerweile über 100 Personen, doch auch nach Jahrzehnten haben sie den Schatz noch immer nicht gefunden. Wie das britische Boulevardblatt «The Sun» berichtet, könnte sich das nun ändern: Der führende Experte im Feld gibt an: «Die Mitglieder des Suchteams glauben daran, dass sie kurz davor sind, Geschichte zu schreiben und den größten und wertvollsten Schatz der Menschheitsgeschichte zu finden.»

Schatzsuchende hoffen auf Erfolg nach der Winterpause

Die Suche gestaltet sich schwierig, denn die Hobbyforschenden müssen in einem weitverzweigten Höhlensystem nach dem Verließ suchen. Dieses soll seit über 1000 Jahren von keinem Menschen mehr betreten worden sein. Im Jahr 987 n. Chr. soll die Kammer mit mehreren Räumen nämlich geschlossen worden sein, um den Inhalt vor Grabräubern zu sichern. Der Schatz soll aus 50.000 Edelsteinen, darunter Diamanten, Saphirsteinen und Smaragden sowie lebensgroßen Statuen aus Gold bestehen. Insgesamt hätten sie einen Wert von über 18 Milliarden Euro.

Stattfinden kann die Suche nur während den Sommermonaten, wenn die Sonne im hohen Norden nicht untergeht. Zur Zeit ruhen die Sucharbeiten also. Im kommenden Frühling soll es wieder los gehen.

Geistiger Vater der Suche sah sich als Nachfahre des mystischen Helden

Angeführt wird die Suche von Carl Borgen. Der 60-Jährige ist laut der «Sun» der führende Lemminkainen-Experte. Die sogenannte Kalevala-Saga über den Held, der es mit Biestern und Monstern aus der Unterwelt aufnahm, ist im skandinavischen Land weit bekannt. In bildlichen Darstellungen wurde Lemminkainen oft als Schamane dargestellt. Im Verließ soll er seinen Schatz hinterlassen haben.

Losgetreten wurde die Suche danach in den 1980er-Jahren, als der Sohn der Besitzerfamilie der Ländereien rund um Sibboberg erklärte, dass seine Familie auf dem Riesenschatz sitzen würde und selbst vom mystischen Helden abstamme. Ior Bock war ein Exzentriker und sah sich selbst als Mystiker. Auf Bildern aus der Zeit ist er häufig komplett nackt zu sehen. Sein Leben war von Höhen und Tiefen geprägt. Nach einem Messerangriff war er seit 1999 querschnittsgelähmt. 2010 wurde er von einem Assistenten ermordet.

(L'essentiel/Patrick McEvily)

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