Iruya, Argentinien – Schlammlawine rast durch argentinisches Dorf
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Iruya, ArgentinienSchlammlawine rast durch argentinisches Dorf

Im Norden Argentiniens raste eine beeindruckende Schlammlawine durch die Ortschaft Iruya. Seither stecken Einheimische sowie Touristen auf beiden Seite des Flusses Milmahuas fest.

Starke Regenfälle haben am Dienstagabend in der Provinz Salta in Argentinien eine Schlamm- und Steinlawine ausgelöst. Vor den Augen von Einheimischen und Touristen, die durch den Ort spazierten, stieg der Fluss Milmahuas plötzlich an. Eine riesige Schlamm- und Geröllflut raste durch das kleine Dorf Iruya, rund 1700 Kilometer nordwestlich der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Seither sitzen mehrere Menschen auf eine Seite des Flusses fest.

«Die Stadt ist zweigeteilt. Die Regenfälle der letzten Tage waren ausschlaggebend für diese Schlammlawine, die uns ohne Verbindung zurückließ», sagte Gloria Herrera, Präsidentin des Stadtrats von Iruya, gegenüber «El Tribuno».

Schlammlawine verschüttet beinahe mehrere Personen

Aufgrund der Unwetter musste der Reiseverkehr in das Gebiet vorübergehend eingestellt werden, und die örtlichen Behörden rieten den Besuchern und Besucherinnen von Reisen ab, da sie weitere Schlammlawinen befürchteten. «Im Dorf konnte niemand glauben, was sie sahen. Niemand kann sich an ein derartiges Phänomen in den letzten Jahren erinnern. Viele hatten Angst vor dem, was passierte», erzählte Herrera weiter.

In Videos, die sich in den sozialen Netzwerken verbreiteten, sind einige Menschen zu sehen, die nur wenige Meter von den Fluten entfernt standen, während andere aus am Flussufer parkten Fahrzeugen fliehen mussten.

Auf beiden Seiten des Flusses mussten Menschen untergebracht werden

Verletzte gab es keine, doch einige Touristen und Einheimische saßen über Nacht fest, einige im Zentrum von Iruya, die andere in den Vierteln Campo La Huerta und Medalla Milagrosa, die auf der anderen Seite des Flusses Milmahuas liegen.

«Die Gemeinde hat sowohl für die im Zentrum von Iruya gestrandeten Einwohner als auch für die aus San Isidro zurückkehrenden Touristen, die in den Stadtvierteln Campo La Huerta und Medalla Milagrosa gestrandet sind, Unterkünfte organisiert», sagte der Bürgermeister der Stadt, Eugenio Herrera, gegenüber «Nuevo Diario».

(L'essentiel/Karin Leuthold)

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