WHO-Bericht – Schlechte Luft sorgt in Luxemburg für Todesopfer

Publiziert

WHO-BerichtSchlechte Luft sorgt in Luxemburg für Todesopfer

LUXEMBURG - 320 Menschen sind im Jahr 2012 in Luxemburg als Folge von Luftverschmutzung gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation schlägt nun Alarm.

Auch in Luxemburg ist Feinstaub ein Gesundheitsrisiko.

Auch in Luxemburg ist Feinstaub ein Gesundheitsrisiko.

DPA

Zum Start des UN-Klimagipfels in Paris hat die Europäische Umweltagentur (EEA) vor der hohen Luftverschmutzung in Europa gewarnt. Trotz politischer Anstrengungen sind die meisten Stadtbewohner demnach einer Luftverschmutzung ausgesetzt, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als unsicher einstuft, wie die EEA am Montag in Kopenhagen berichtete.

«Luftverschmutzung ist das größte einzelne Gesundheitsrisiko in Europa», hieß es in dem Bericht. «Es verkürzt Menschenleben und trägt zu schweren Krankheiten wie Herzkrankheiten, Atemproblemen und Krebs bei.» Luftverschmutzung sei 2012 für über 430.000 vorzeitige Todesfälle verantwortlich gewesen.

Osteuropa am meisten gefährdet

In Luxemburg seien nach EEA-Schätzung in jenem Jahr 320 Menschen wegen Luftverschmutzung gestorben, 250 davon durch Feinstaub. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist die Verschmutzung durch Feinstaub dagegen in den osteuropäischen Ländern am gefährlichsten. Auf dem westlichen Balkan, in Ungarn und Italien leben die Menschen der EEA zufolge mit der größten Ozonbelastung.

Gefährlichste Schadstoffe sind demnach Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid. Könnten alle 28 EU-Staaten die WHO-Richtwerte zu Feinstaub einhalten, könnte das die Zahl der vorzeitigen Todesfälle laut den Untersuchungen der EEA um 144.000 verringern. Als problematisch stuft die Umweltagentur auch die hohe Konzentration von Benzopyren durch die Nutzung von Holzöfen und Biomasse ein.

(mc/dpa/L'essentiel)

Deine Meinung