Geld für Grenzgänger – Schmit bleibt beim Arbeitslosengeld hart
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Geld für GrenzgängerSchmit bleibt beim Arbeitslosengeld hart

LUXEMBURG – Sollen Grenzgänger Arbeitslosengeld aus Luxemburg beziehen? «Nein!», sagt Arbeitsminister Schmit. Heute traf er sich mit der zuständigen EU-Kommissarin.

Luxemburg entschädigt seine Nachbarländer bereits für drei Monate für das Arbeitslosengeld.

Luxemburg entschädigt seine Nachbarländer bereits für drei Monate für das Arbeitslosengeld.

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Streitpunkt Arbeitslosengeld für Grenzgänger: Nach einem Treffen mit EU-Arbeitskommissarin Marianne Thyssen zeigt sich Luxemburgs Arbeitsminister Nicolas Schmit wenig kompromissbereit. Thyssen fordert, dass Arbeitslose von den Ländern Leistungen erhalten, in denen sie zuvor gearbeitet haben. «Wir wollen faire Regeln für Arbeitslose», rechtfertige die Kommissarin in einem Gespräch mit L'essentiel im Dezember. Schmitt sieht darin ein «großes Problem», wie er auf dem Pressebriefing nach dem Tête-a-tête mit Thyssen in Luxemburg erklärte.

Der LSAP-Minister plädiert für eine Beibehaltung der derzeitigen Regelung. Im Großherzogtum arbeiteten 180.000 Grenzgänger, schon jetzt entschädige der Staat die Arbeitsbehörden der Nachbarländer – für die Leistungen, die dort in den ersten drei Monaten gezahlt werden müssen. «Wir könnten diese Periode verlängern», schlug der Minister als Kompromiss vor – ohne einen konkreten Zeitraum zu benennen.

Die derzeitige europäische Regelung sieht vor, dass die Arbeitsbehörden des Heimatlands eines Arbeitnehmers für fünf Monate einen Ausgleich für ihre Kosten aus dem Land bekommen, in dem die Person vorher tätig war. Luxemburg zahlt diesen Betrag wegen einer Sonderregelung nur für drei Monate an Frankreich, Belgien und Deutschland.

(sen/mv/L'essentiel)

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