Fünf Tote von Monzingen – Schranken waren bei Zugunglück geschlossen
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Fünf Tote von MonzingenSchranken waren bei Zugunglück geschlossen

MONZINGEN - Kein Fremdverschulden, sagen die Ermittler eine Woche nach dem dramatischen Unfall auf einem Bahnübergang. Fünf junge Menschen ließen ihr Leben.

epa04926687 The wreck of a car on the tracks after it was hit by a train near a railway crossing in Monzingen, Germany, 12 September 2015. Five young men died when the car they were travelling in was hit by a train on a level crossing in south-western Germany early 12 September, police said. It was not clear whether the barriers were down when the accident occurred in the small town of Monzingen.  EPA/SEBASTIAN SCHMITT

epa04926687 The wreck of a car on the tracks after it was hit by a train near a railway crossing in Monzingen, Germany, 12 September 2015. Five young men died when the car they were travelling in was hit by a train on a level crossing in south-western Germany early 12 September, police said. It was not clear whether the barriers were down when the accident occurred in the small town of Monzingen. EPA/SEBASTIAN SCHMITT

Keystone/Sebastian Schmitt

Bei dem Horrorunfall mit fünf Toten vor einer Woche auf einem Bahnübergang nahe Bad Kreuznach waren die Halbschranken nach Erkenntnissen der Ermittler geschlossen. Es gebe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag mit. Sachverständigen zufolge hätten die Sicherheitssysteme vorschriftsmäßig funktioniert. Es habe bei dem Bahnübergang keine Betriebsstörungen gegeben. «Mithin muss davon ausgegangen werden, dass die Schrankenanlage zur Unfallzeit ordnungsgemäß geschlossen war», hieß es weiter.

Ein Zug hatte am vergangenen Samstag mit hohem Tempo das Auto auf dem Bahnübergang in Monzingen mit voller Wucht erfasst und in Stücke gerissen. In dem Wagen starben fünf junge Männer im Alter von 16 bis 23 Jahren. Die Region stand unter Schock.

Staatsanwaltschaft und Polizei ermittelten nach eigenen Angaben «alle beweiserheblichen Daten» wie etwa digitale Aufzeichnungen des Zugfahrtablaufs und die Ergebnisse von Überprüfungen vor Ort. Die Daten seien von einem Gutachter sowie von Mitarbeitern der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes (EUB) ausgewertet worden. Endgültig beendet würden die Ermittlungen erst nach Vorlage schriftlicher Gutachten wohl in einigen Wochen.

(L'essentiel/dpa)

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