Bildung in Luxemburg – Schüler schwächeln erneut bei PISA-Studie

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Bildung in LuxemburgSchüler schwächeln erneut bei PISA-Studie

LUXEMBURG - Die Gymnasiasten im Großherzogtum haben in allen Kategorien der PISA-Studie unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielt.

5230 Schüler in 44 Schulen haben in Luxemburg an der PISA-Studie teilgenommen.

5230 Schüler in 44 Schulen haben in Luxemburg an der PISA-Studie teilgenommen.

Die luxemburgischen Gymnasiasten liegen in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz unter dem OECD-Durchschnitt, so die Ergebnisse der am Dienstagmorgen veröffentlichten PISA-Studie. Gemessen wird dabei alle drei Jahre der Wissensstand der 15-jährigen Schüler aus 79 Ländern. In Luxemburg hatten 5230 Schüler aus 44 Schulen an der Studie teilgenommen.

So erreichen Gymnasiasten in Luxemburg 470 Punkte im Leseverständnis, verglichen mit durchschnittlich 487 in der OECD, 483 in Mathematik (489 in der OECD) und 477 in Naturwissenschaften (OECD: 488). InsgesamtDas Bildungsministerium bewertet die Zahlen als «stabile Ergebnisse in der Mitte des Rankings» und weist darauf hin, dass die «Heterogenität der Schüler zunimmt».

Die Studie zeigt signifikante Unterschiede in Bezug auf den sozioökonomischen Hintergrund der Schüler, was auf die besondere Lage Luxemburgs zurückzuführen ist. Die Differenz zwischen den stärksten und den schwächsten Teilnehmern übersteigt in allen drei Kategorien 100 Punkte und erreicht beim Lesen sogar 122 (OECD: 89 Punkte Differenz). Das Großherzogtum ist das Land mit der höchsten Zahl von Schülern mit Migrationshintergrund (55 Prozent) und vor allem mit der höchsten Zahl von Schülern, deren Muttersprache zu Hause nicht die in der Schule gesprochene Sprache oder die Sprache des Tests ist (83 Prozent).

Auch Deutschland schwächelt

Auch die deutschen Schüler schneiden beim PISA-Test schlecht ab und haben sich im Vergleich zur letzten Studie vor drei Jahren weiter verschlechtert. Gerade bei den Naturwissenschaften gibt es gravierende Probleme. Unsere Nachbarn reihen sich im internationalen Ranking auf Platz 20 ein.

(Jérôme Wiss/L'essentiel)

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