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Corona-PandemieSchüler sollen nun «das Maximum herausholen»

LUXEMBURG – Im Bildungswesen treten weitere Lockerungen in Kraft. Minister Meisch erklärte auch, weshalb die Klassen noch vor den Sommerferien wieder komplett unterrichtet werden.

In den letzten beiden Wochen vor den Sommerferien geht der Schulunterricht in Luxemburg (fast) wieder seinen normalen Gang. Wie Bildungsminister Claude Meisch (DP) am Freitag während einer Pressekonferenz erklärte, erlauben die aktuellen Corona-Infektionszahlen einige Lockerungen. «Viel besser kann es zurzeit nicht werden», sagte Meisch.

Ab sofort werden wieder komplette Klassen in Luxemburg unterrichtet – die Aufteilung in zwei Gruppen fällt weg. Das habe die Regierung mit Lehrer- und Elternvertretern sowie mit den Kommunen besprochen. Die Zusammenlegung der Gruppen sei trotz der nahenden Ferien notwendig, um «die Bildungschancen aller Schüler zu wahren», so der Minister. Organisatorische Probleme müssten in Kauf genommen werden.

Maskenpflicht bleibt

Wie Meisch erklärte, würden Kinder das Virus nicht in dem Maße verbreiten wie Erwachsene. Außerdem zeigten Studien der Corona-Taskforce, dass die Abschaffung der Gruppen kein wesentliches Infektionsrisiko zur Folge habe. Die 13 Tage vor der Sommerpause sollen im Schulwesen intensiv genutzt werden: Schüler und Lehrer sollen «im Endspurt das Maximum aus sich herausholen», sagte der Minister. Dann könnten sie mit der Gewissheit in Ferien gehen, die Zeit bestmöglich genutzt zu haben.

Dennoch müsse man auch in den Schulen lernen, mit dem Virus zu leben. Trotz des Wegfalls der Gruppen bleibt das zusätzliche Lehrpersonal, das in der Krise für die Grundschulen rekrutiert wurde, bis auf weiteres im Dienst. Das trage auch dazu bei, dass versäumter Stoff nachgeholt werden kann. Das Tragen eines Mundschutzes bleibt weiterhin obligatorisch, die Kantinen geschlossen.

15 Corona-Fälle in den Schulen

Die Schüler des Landes werden weiterhin von 8 Uhr bis 13 Uhr unterrichtet. Von nun an auch wieder im Fach Sport. Hier soll der Unterricht allerdings weitestgehend im Freien vonstatten gehen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Schüler und Lehrer, die der Risikogruppe angehören, können weiterhin im Fernunterricht bleiben.

Schulausflüge sind ab sofort wieder erlaubt. Allerdings bleibt es zunächst bei Tagesausflügen, Übernachtungen sind auch künftig untersagt. Wie Meisch weiter erklärte, gehe er auch von baldigen Lockerungen in den Kindergärten und -krippen aus. Diese könnten nach dem 15. Juli stattfinden.

Bisher seien in den Schulen 15 Infektionsfälle registriert worden. Dabei habe es sich sowohl um Schüler, als auch um Lehrer gehandelt.

(L'essentiel)

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