Flug gestrichen – Schüler überqueren Atlantik mit Schiff statt Flugzeug

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Flug gestrichenSchüler überqueren Atlantik mit Schiff statt Flugzeug

Die Odyssee in der Karibik nimmt ein Ende: Eine Gruppe niederländischer Schüler kehrt nach mehreren Wochen auf See in die Niederlande zurück – anders als geplant.

Familienangehörige empfangen 25 niederländische Jugendliche, die aus der Karibik über den Atlantik nach Hause gesegelt sind, im Hafen von Harlingen.

Familienangehörige empfangen 25 niederländische Jugendliche, die aus der Karibik über den Atlantik nach Hause gesegelt sind, im Hafen von Harlingen.

DPA/Peter Dejong

Segeln statt fliegen: Die Coronakrise hat 25 niederländischen Schülern eine abenteuerliche Atlantik-Überfahrt auf einem Zweimaster beschert. Am Sonntag kamen sie wohlbehalten – gemeinsam mit drei Lehrern und zwölf Besatzungsmitgliedern – im Hafen von Harlingen (Provinz Friesland) an. Unter Einhaltung der Corona-Abstandsvorschriften gingen die 14- bis 17-Jährigen jeweils einzeln von Bord und dann zu ihren in Autos wartenden Eltern, wie der Sender NOS berichtete.

Anfang März waren die Schüler in Amsterdam ins Flugzeug gestiegen und wenig später auf der Karibikinsel Sint Maarten an Bord des Schiffs «De Wylde Swan» gegangen. Der Plan: Auf dem friesischen Segler sollten die Jugendlichen durch die Karibik schippern und Unterricht in Naturkunde und Nachhaltigkeit bekommen. Von Kuba aus sollte es später per Flugzeug zurück in die Heimat gehen. Dann brach die Coronakrise aus und an einen Linienflug war nicht mehr zu denken. Mit Zustimmung der Eltern hieß es Ende März: «Segel setzen, Kurs Niederlande.»

«Pirates of the Caribbean»

Nach dem ersten Schreck hätten die Jugendlichen schon bald Spaß an der Sache gefunden, berichtete Christophe Meijer vom Reiseveranstalter Masterskip. «Anfangs hatten sie sich den Namen «Pirates of the Caribbean» gegeben, das änderten sie dann in «Warriors of the Ocean». Vor der Überfahrt wurden auf Saint Lucia erst noch warme Kleidung und viel Lesematerial besorgt. Vormittags standen drei Stunden Unterricht auf dem Programm. Zum Zeitvertreib gab es danach «abenteuerliche Lektionen» – darunter die Beobachtung von Walen und anderen Meerestieren.

(L'essentiel/sda)

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