Ettelbrück – Schüsse lassen Stadt «schockiert» zurück

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EttelbrückSchüsse lassen Stadt «schockiert» zurück

ETTELBRÜCK – Nach den tödlichen Schüssen auf einen bewaffneten Räuber am Samstag steht die Gemeinde Ettelbrück am Tag danach unter Schock.

Der schwer verletzte Angreifer verstarb am Samstagabend im Krankenhaus.

Der schwer verletzte Angreifer verstarb am Samstagabend im Krankenhaus.

Eddie Guillin

Kurz nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen bewaffneten Angreifer kursierten in den sozialen Netzwerken erschreckende Videos von der Szene. «Ich war auf meinem Balkon und hörte so etwas wie einen Feuerwerkskörper und schreiende Menschen. Ich erkannte, dass es ein Schuss war. Ich ging die Treppe hinunter. Ein Mann lag am Boden und ein Polizist hatte seinen Fuß auf einem Messer», sagte ein Nachbar, der einige Dutzend Meter entfernt wohnt.

Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend gegen 19 Uhr auf der Place Marie Thérèse in Ettelbrück zwischen der Bushaltestelle und der Grundschule. Eine Polizeistreife hielt einen Mann in einem Auto an. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Diekirch war er zuvor nach einem gewalttätigen Raubüberfall in Hosingen verfolgt worden. Er hatte einen Autofahrer mit vorgehaltenem Messer gezwungen, sein Fahrzeug zu verlassen. Als die Polizei ihn anhielt, «stieg der Verdächtige aus dem Auto aus und griff die Polizeibeamten mit einem Messer an», so die Staatsanwaltschaft. Einer der Beamten stoppte den Angreifer mit einem Schuss aus seiner Dienstwaffe. Er erlag am Samstagabend seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Viele Zeugen hatten den Einsatz gefilmt. «Es waren vielleicht 25 Personen, darunter Kinder und viele Kunden, die aus dem gegenüberliegenden Restaurant kamen. Die Leute waren geschockt», erzählt der Nachbar. Er berichtet weiter, dass die Kriminalpolizei um 23 Uhr noch vor Ort war. Es wurde eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet, und die Generalinspektion der Polizei soll den Fall weiter untersuchen. Der Bürgermeister von Ettelbrück, Jean-Paul Schaaf, war zum Zeitpunkt des Vorfalls abwesend, er zeigt sich gegenüber L'essentiel «schockiert». Schaaf drückte dem Beamten sein Mitgefühl aus und sagte: «Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass Menschen, die den Staat repräsentieren, mit einem Messer angegriffen.»

(nm/L'essentiel)

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