In Luxemburg – Schulen sollen mehrsprachiger werden

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In LuxemburgSchulen sollen mehrsprachiger werden

LUXEMBURG – Ein Drittel der Eltern im Großherzogtum suchen nach Schulen, die in mehreren Sprachen unterrichten. Deshalb soll das Angebot im Land vergrößert werden.

In der Oberstufe kommt einer von fünf Schüler aus einer zweisprachigen Familie.

In der Oberstufe kommt einer von fünf Schüler aus einer zweisprachigen Familie.

DPA

Für die Hälfte aller Luxemburger Eltern ist die Unterrichtssprache eine der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl der Schule. Über ein Drittel von ihnen (33 Prozent) gibt an, nach einem mehrsprachigen Angebot zu suchen. Dies geht aus einer Studie des Bildungsministeriums hervor.

Viele Kinder wachsen in mehrsprachigen Familien auf. In der Oberstufe kommt jedes fünfte Kind aus einer zweisprachigen Familie. Zusätzlich werden jedes Jahr etwa 2500 Kinder aus anderen Ländern in Luxemburg unterrichtet. Meist wurden ihre Eltern für kurze Zeit von ihren Arbeitgebern hierhin versetzt.

Besonderheit in Bad Mondorf

Um dieser mehrsprachigen Realität gerecht zu werden, ist Luxemburg «seit Jahren darum bemüht, das Schulangebot zu erweitern, zu vervielfältigen und es flexibler werden zu lassen», erklärt Bildungsminister Claude Meisch in einer parlamentarischen Antwort. Mehrere öffentliche Schulen (Athénée in Luxembourg, das Lycée technique du Centre, das Lycée Michel Lucius und die Internationale Schule in Differdingen) bieten bereits mit Englisch, Französisch und Deutsch drei Unterrichtssprachen an.

Das zukünftige Lyzeum in Bad Mondorf wird dieses Angebot erweitern. Es wird «nach dem Modell des Schengen-Lyzeums in Perl entworfen». Der Unterricht wird dort in Deutsch und in Luxemburgisch abgehalten. Dank der Zusammenarbeit zwischen Luxemburg und dem Saarland will der Minister eine Schule anbieten, die der besonderen Lage an der Grenze entspricht. Eine Arbeitsgruppe soll bis Anfang 2017 die Bedürfnisse der Schule festlegen.

(jd/L'essentiel)

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