Prozessbeginn im März – Schwangere Freundin mit Draht erdrosselt
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Prozessbeginn im MärzSchwangere Freundin mit Draht erdrosselt

TRIER - Fast 30 Jahre nach dem Mord an Lolita Brieger steht ab März ein 50-Jähriger vor Gericht. Erst im Oktober wurden Leichenreste der damals Ermordeten gefunden.

Dass es überhaupt zu dem Prozess in Trier kommt ist schon erstaunlich: Ab dem 6. März muss sich ein 50-Jähriger aus der Eifel vor dem Trierer Landgericht verantworten. Der Landwirt soll seine damalige Freundin Lolita Brieger umgebracht haben. Doch die Tat liegt fast 30 Jahre zurück.

Erst im vergangenen Jahr waren nach der Ausstrahlung des Falls in der Fernsehsendung «Aktenzeichen XY» die Ermittlungen wieder aufgenommen worden. Die Polizei fand nach zweiwöchiger Suche auf einer Müllhalde in Plastikfolie gewickelte Knochen der fast 29 Jahre lang vermissten Frau.

Familie war gegen Beziehung

Während der damalige Freund 1984 und 1987 bereits in Verdacht stand, bei Vernehmungen aber abstritt, Lolita Brieger am Tag ihres Mordes 1982 getroffen zu haben, muss er sich nun wegen Mordes verantworten.

Grund für die Ermordung sollen Probleme mit der Familie des Landwirts gewesen sein. Lolita Brieger war schwanger. Die Familie war aber gegen die Beziehung des Landwirts mit der Frau, die das gemeinsame Kind austragen wollte. Daher soll der heute 50-Jährige seine damalige Freundin im Schuppen neben seinem Wohnhaus mit einem Drahtseil erdrosselt haben. Ihre Leiche soll er in eine Folie gewickelt und auf einer Müllhalde in Nordrhein-Westfalen vergraben haben.

Bisher hat sich der Angeklagte nicht zum Fall geäußert.

(sb/L'essentiel Online)

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