Arbeit in Luxemburg – Schwarzarbeit bleibt häufig unentdeckt
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Arbeit in LuxemburgSchwarzarbeit bleibt häufig unentdeckt

LUXEMBURG – Nicht angemeldete Arbeit ist für die Gewerbeaufsicht nicht einfach nachzuweisen. Sie kommt außerdem in vielen Branchen vor.

Die Auflagen für Kontrollen bei Einzelpersonen sind sehr streng.

Die Auflagen für Kontrollen bei Einzelpersonen sind sehr streng.

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«‹Mein Arbeitgeber setzt gerade meinen Arbeitsvertrag auf. Ich habe gerade erst angefangen hier zu arbeiten.› Sätze wie diese hören unsere Inspektoren oft», sagt Claude Santini, stellvertretender Direktor der Gewerbeaufsicht (ITM).

Laut vorläufigen Zahlen der ITM arbeiteten rund zwei Prozent der 36.000 im vergangenen Jahr kontrollierten Angestellten schwarz. Darunter fallen Arbeiter, die weder angemeldet noch sozialversichert sind.

Schwierige Kontrollen bei Einzelpersonen

Wenn die ITM Schwarzarbeit feststellt, sei es durch einen Hinweis oder durch unangemeldete Kontrollen, kontaktiert die Gewerbeaufsicht die zuständigen Behörden: die Sozialversicherung und die Steuerverwaltung. Das ITM kann im Anschluss Schwarzarbeit bestrafen, jedoch «muss der betroffene Arbeiter von der Schwarzarbeit wissen und sie gestehen. Das ist nicht immer eindeutig», erklärt Santini.

Wie die ITM angibt, sei Schwarzarbeit nicht nur im Bausektor verbreitet. Auch andere Bereiche, wie die Gastronomie seien häufig davon betroffen. Nicht angemeldete Einzelpersonen seien sehr viel schwieriger zu kontrollieren. «Wir brauchen eine spezielle Vollmacht eines Richters, um Privatwohnungen betreten zu dürfen. Außerdem sind dafür zwei unserer Kontrolleure nötig», so Santini.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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