Bus in Russland – «Schwarze Witwe» reißt 6 Menschen in den Tod

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Bus in Russland«Schwarze Witwe» reißt 6 Menschen in den Tod

Die Frau eines islamistischen Terroristen hat in Wolgograd einen Selbstmordanschlag verübt. Mindestens sechs Menschen starben.

In dem Bus saßen etwa 40 Passagiere – mindestens sechs wurden getötet, 20 verletzt. (Bild: Keystone)

In dem Bus saßen etwa 40 Passagiere – mindestens sechs wurden getötet, 20 verletzt. (Bild: Keystone)

Bei einem Selbstmordanschlag in der russischen Stadt Wolgograd hat eine Frau in einem Bus einen Sprengsatz gezündet und mehrere Menschen in den Tod gerissen. Ermittler sprachen am Montag von einem Terroranschlag.

Dabei starben insgesamt sechs Menschen, wie das nationale Ermittlungskomitee mitteilte. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt.

Der Anschlag ereignete sich gegen 14 Uhr (Ortszeit) in Wolgograd rund 900 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Moskau. In dem Bus saßen etwa 40 Passagiere, wie ein Sprecher des Inlandgeheimdiensts FSB sagte.

Die Tat sei von der Frau eines islamistischen Terroristen begangen worden, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Ermittler. Die Täterin sei anhand von Dokumenten identifiziert worden. Sie sei die Ehefrau eines Bandenführers gewesen, hieß es.

Details waren zunächst nicht bekannt. Der Terroristenchef des russischen Konfliktgebiets Nordkaukasus, Doku Umarow, hatte unlängst mit neuen Anschlägen gedroht. Ziel sei es, die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi zu verhindern, hatte er erklärt.

Häufig Attentate Schwarzer Witwen

Russische Islamisten nutzen Anschläge seit Jahren, um ein von Moskau unabhängiges Kaukasusemirat durchzusetzen. Dabei hatten sich in der Vergangenheit auch immer wieder so bezeichnete Schwarze Witwen in die Luft gesprengt.

In dem Bus explodierte Medien zufolge eine Handgranate. Eine weitere Granate sei nicht gezündet und später entsichert worden, berichtete die Zeitung «Komsomolskaja Prawda».

Wladimir Markin von der Nationalen Ermittlungsbehörde sagte, dass wegen Terrorverdachts ermittelt werde. Spurensicherer fanden am Ort der Detonation - der Haltestelle Lessobasa im Stadtteil Krasnoarmejski - auch Leichenteile.

(L'essentiel Online/sda)

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