Chile: Schwarzes Loch verschluckt plötzlich ganze Straße

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ChileSchwarzes Loch verschluckt plötzlich ganze Straße

In der Atacama-Region im Norden Chiles klafft seit dem Wochenende ein riesiges Loch im Boden. Eine Straße wurde davon auf ganzer Breite verschluckt.

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Der riesige Krater hat fast senkrechte Wände und einen Durchmesser von rund 25 Metern. Selbst direkt von oben ist der Boden des Loches nicht zu sehen. Durch den harten Schattenwurf der senkrechten Wände wirkt es wie ein Portal ins Nichts.

Der riesige Krater hat fast senkrechte Wände und einen Durchmesser von rund 25 Metern. Selbst direkt von oben ist der Boden des Loches nicht zu sehen. Durch den harten Schattenwurf der senkrechten Wände wirkt es wie ein Portal ins Nichts.

Twitter/Sernageomin
Der sogenannte Tagesbruch ereignete sich über einem Teil der Alcaparrosa-Mine, nur wenige hundert Meter von der Gemeinde Tierra Amarilla entfernt.

Der sogenannte Tagesbruch ereignete sich über einem Teil der Alcaparrosa-Mine, nur wenige hundert Meter von der Gemeinde Tierra Amarilla entfernt.

REUTERS
Das Gebiet wurde großräumig abgeriegelt und die Zugänge verschlossen. Aktuell laufen Untersuchungen zur Sicherheit der weiteren Stollen.

Das Gebiet wurde großräumig abgeriegelt und die Zugänge verschlossen. Aktuell laufen Untersuchungen zur Sicherheit der weiteren Stollen.

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Luftaufnahmen des Nationalen Amt für Geologie und Bergbau (SERNAGEOMIN) zeigen die gigantischen Ausmaße des plötzlich entstandenen Kraters. Durch seine fast senkrechten Wände und den harten Schattenwurf der südamerikanischen Sonne, wirkt es, als wäre hier ein Portal mitten ins Nichts entstanden. Selbst mit einem direkten Blick von oben ist der Boden nicht zu sehen.

Tatsächlich handelt es sich aber um kein schwarzes Loch im kosmischen Sinne, sondern um einen sogenannten Tagesbruch. Denn darunter liegt die Alcaparrosa-Mine, von der nun ein Teil eingestürzt ist. Die nahe Gemeinde Tierra Amarilla ist nun in Alarmbereitschaft, denn das Loch mit 25 Metern Durchmesser hat sich nur wenige hundert Meter von besiedeltem Gebiet aufgetan.

«Wir werden als Gemeinde bis zu den letzten Konsequenzen gehen, um unsere Gemeinde zu schützen und diesen Missbräuchen und dem übermäßigen Bergbau ein für alle Mal ein Ende zu bereiten», wird der erboste Bürgermeister Cristóbal Zuñiga von «Diario AS» zitiert. SERNAGEOMIN hat unterdessen alle Zugänge schließen lassen und Untersuchungen eingeleitet.

(L'essentiel/red)

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