Stockholm: Schwedische Ermittler wollen Tatort um Gaslecks erneut untersuchen

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StockholmSchwedische Ermittler wollen Tatort um Gaslecks erneut untersuchen

Nach wie vor besteh um die Gaslecks an den Pipelines Nord Stream 1 und 2 der Verdacht auf Sabotage. In Zusammenarbeit mit den Behörden anderer Länder werden entsprechende Untersuchungen fortgesetzt.

ARCHIV - 29.09.2022, Schweden, NA: Das Bild zeigt ein kleines Gasleck bei Nord Stream 2 in der Ostsee, fotografiert aus einem Flugzeug der schwedischen Küstenwache. (zu dpa " Nord Stream 2: Regierung glaubt nicht an Verfügbarkeit zweiter Röhre") Foto: Swedish Coast Guard/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Die Pipelines wurden für den Transport von russischem Erdgas durch die Ostsee direkt nach Deutschland gebaut.

Swedish Coast Guard/dpa

Die schwedische Staatsanwaltschaft hat am Freitag neue Untersuchungen der Tatorte rund um die Gaslecks an den Pipelines Nord Stream 1 und 2 angekündigt. Die Spurensuche finde an den beiden Lecks in der schwedischen Wirtschaftszone statt, hieß es in einer Mitteilung. Die Streitkräfte sollen den Nachrichtendienst Säpo und die Staatsanwaltschaft bei den Untersuchungen unterstützen. «Die Streitkräfte haben die Ressourcen und die Expertise, die nötig ist, um den Tatort auf die Weise zu untersuchen, wie wir es uns wünschen», sagte Staatsanwalt Mats Ljungqvist laut der Mitteilung.

Die beteiligten Behörden arbeiteten bei den Vorermittlungen wegen des Verdachts auf schwere Sabotage gut zusammen. «Wir arbeiten auch mit Behörden in anderen Länder zusammen, und diese Zusammenarbeit funktioniert auch gut.» Genauere Informationen wollte Ljungqvist aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen nicht bekanntgeben. Bei ersten Untersuchungen der Tatorte hatten die schwedischen Ermittler bereits Gegenstände beschlagnahmt.

An den beiden Pipelines waren im September nach Explosionen nahe der Ostseeinsel Bornholm vier Lecks entdeckt worden, zwei in der dänischen und zwei in der schwedischen Wirtschaftszone. Sowohl die EU als auch die Nato gehen von Sabotage aus. Die Pipelines wurden für den Transport von russischem Erdgas durch die Ostsee direkt nach Deutschland gebaut.

(DPA)

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