Stärke 6,1 – Schweres Erdbeben fordert 367 Tote in China

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Stärke 6,1Schweres Erdbeben fordert 367 Tote in China

Bei einem Erdbeben in der südwestchinesischen Provinz Yunnan sind am Sonntag mindestens 367 Menschen ums Leben gekommen, rund 1900 Personen wurden verletzt.

Eine Einwohnerin sagte, in der Katastrophenregion sehe es wie auf einem «Schlachtfeld nach einem Bombardement» aus. Erst vor zwei Jahren gab es in der Provinz Yunnan viele Opfer bei einem Erdbeben.

Bei einem starken Erdbeben in der südchinesischen Provinz Yunnan sind am Sonntag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua mindestens 367 Menschen ums Leben gekommen. Nach Berichten von Behördensprechern und staatlichen Medien wurden in dem Kreisen Qiaojia und Ludian 1881 Menschen verletzt. Das Beben wurde am Nachmittag Ortszeit von der amerikanischen Erdbebenwarte USGS mit der Stärke 6,1 registriert, das chinesische Erdbebenzentrum maß 6,5.

Häuser stürzten ein, Kommunikations- und Stromleitungen wurden unterbrochen. Ein Mitglied des Kommunalrats von Ludian, Ma Liya, sagte Xinhua, die Straßen sähen wie ein «Schlachtfeld nach einem Bombardement» aus. Das zweigeschossige Haus ihres Nachbarn sei eingestürzt.

Schwerstes Erdbeben in der Provinz seit 14 Jahren

Der Leiter des Kommunalbezirks Longtoushan, Chen Guoyang, sagte Xinhua, Bergungsmannschaften suchten in Trümmern nach eventuell verschütteten Bewohnern. Viele Häuser in seiner Gemeinde seien eingestürzt.

Der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete, es handele sich um das schwerste Erdbeben in der Provinz Yunnan seit 14 Jahren. Im September 2012 kamen bei einer Erdbebenserie in Yunnan 83 Menschen ums Leben, 821 wurden verletzt. 1970 kamen bei einem Erdbeben der Stärke 7,7 mindestens 15.000 Menschen ums Leben, 1974 bei einem Beben der Stärke 7,1 mehr als 1400.

(L'essentiel/sda)

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