Tour de France – Schwierige Woche für die drei Luxemburger
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Tour de FranceSchwierige Woche für die drei Luxemburger

LUXEMBURG - Die ersten Tage bei der Tour waren nicht einfach für Bob Jungels, Laurent Didier und Ben Gastauer. Nun sammeln sie ihre Kräfte.

Am Montag ist Ruhetag bei der Tour de France. Zeit für die Fahrer, um Kraft zu tanken. Und Zeit für uns, um ein erstes Resümee aus Sicht der drei Radler aus dem Großherzogtum zu ziehen. Nach neun Etappen steht Ben Gastauer (Ag2r) als bester Luxemburger auf Platz 105. Er hat etwas mehr als 32 Minuten Rückstand auf den Gesamtführenden Chris Froome.

Es gab sie aber schon, die schönen Momente bei der Tour. So startete Bob Jungels, Luxemburger Meister auf der Straße und gegen die Uhr, mit einem sehr guten 15. Platz beim Prolog. Doch danach lief es für den 22-Jährigen nicht mehr rund. Er verlor von Etappe zu Etappe viel Zeit, sodass er sich in der Gesamtwertung im Niemandsland befindet.

Stärke gezeigt

Trotz seiner Schwierigkeiten - wohl auch wegen seiner Unerfahrenheit - leistet Jungels gute Arbeit für sein Team. Besonders deutlich wurde dies am Sonntag beim Teamzeitfahren. Dort zeigte er seine Fähigkeiten beim Kampf gegen die Uhr und überzeugte mit einer starken Leistung.

Auch Ben Gastauer steht nicht mitten im Rampenlicht. Doch auch er leistet wie Jungels wichtige Arbeit für seine Mannschaft. So war er auch einer der Hauptfiguren, welche den Sieg von Teamkollege Alexis Vuillermoz bei der 8. Etappe ermöglichten. Gastauer hatte kurz vor dem Zielort Mûr-de-Bretagne ordentlich Tempo gemacht.

Sturzpech

Laurent Didier wurde bislang vom Pech verfolgt. Der Dippacher stürzte bereits bei der 2. Etappe und verletzte sich am Knie. Einige Tage später landete er wieder auf dem harten Asphalt und zog sich eine Verletzung an der Hand zu. So verlor auch er immer wieder viel Zeit.

Die Tour de France geht ja aber noch ein paar Tage. Nach dem nervösen Beginn mit den vielen Stürzen wird es in der zweiten Woche wohl etwas ruhiger zugehen - zumindest was Unfälle angeht. Bei den Bergetappen werden die drei Luxemburger wieder vorrangig ihren Kapitänen dienen. Aber wenn sich die Chance ergibt, wird es vielleicht auch die ein oder andere Attacke made in Luxemburg geben.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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