Beschäftigte in Luxemburg – Seit 2009 zum ersten Mal weniger Grenzpendler
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Beschäftigte in LuxemburgSeit 2009 zum ersten Mal weniger Grenzpendler

LUXEMBURG – Die Anzahl Beschäftigter in Luxemburg ist im zweiten Quartal dieses Jahres gesunken. Zum ersten Mal seit 2009 ging auch die Zahl der Grenzgänger zurück.

Zwischen dem ersten und zweiten Quartal dieses Jahres hat Luxemburg 831 Grenzpendler verloren.

Zwischen dem ersten und zweiten Quartal dieses Jahres hat Luxemburg 831 Grenzpendler verloren.

Zum Ende Juni dieses Jahres zählte Luxemburg 443.259 Beschäftigte, 1047 weniger als im März. Das entspricht einem Rückgang von 0,7 Prozent zwischen den ersten beiden Quartalen. Die Branchen scheinen dabei je nach Geschäftsbereich von den Auswirkungen des Confinements unterschiedlich ausgeprägt betroffen gewesen zu sein, wie eine Statec-Studie darlegt.

So verzeichneten Dienstleistungsunternehmen einen Rückgang von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei bußten die Personaldienstleister 35,9% an Beschäftigung ein. «Zeitarbeitsfirmen sind die ersten, die leiden, wenn sich eine Wirtschaftskrise abzeichnet», heißt es bei Statec. Das Handels-, Transport- und Gastgewerbe litten ebenfalls mit einem Rückgang der Beschäftigung von 2,4 Prozent auf ein Vierteljahr gesehen.

Andere Branchen schienen der Coronakrise trotzen zu können. So verbuchten die öffentliche Verwaltung und Dienste ein Beschäftigungsplus von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ebenso legte die Baubranche um 3,2 Prozent zu.

Mehr deutsche Grenzpendler

Absolut gesehen scheinen die Grenzpendler am meisten von der Krise betroffen zu sein. Sie verzeichneten einen Rückgang von 831 Arbeitnehmern, das sind ein Prozent weniger innerhalb eines Quartals. Am stärksten betroffen sind die Franzosen mit -1,6 Prozent, gefolgt von den Belgiern mit -0,6 Prozent. Deutsche Grenzgänger verzeichneten ein Plus von 0,1 Prozent.

Seit 2009 gab es bei den Grenzpendlern keinen Beschäftigungsrückgang. Auf ein Jahr gesehen haben die Pendler allerdings dennoch um 1,2 Prozent zugelegt. Die deutschen um 2,8, belgischen um 0,8 und französischen um 0,7 Prozent. So blieb ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung Luxemburgs im zweiten Quartal mit 45,83 Prozent im Vergleich zu 45,87 Prozent vor einem Jahr relativ stabil.

(mc/L'essentiel)

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