In Brasilien – Seit 2012 vermisst: Kanadier taucht im Regenwald auf

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In BrasilienSeit 2012 vermisst: Kanadier taucht im Regenwald auf

Ein Mann aus Kanada, der vor fünf Jahren spurlos verschwand, wurde nun am Amazonas gefunden. Er hat die 10.500 Kilometer lange Strecke wohl zu Fuß zurückgelegt.

Die Pilipa-Brüder bei ihrer Wiedervereinigung. (Foto: via Twitter)

Die Pilipa-Brüder bei ihrer Wiedervereinigung. (Foto: via Twitter)

Fast fünf Jahre lang hörte seine Familie nichts von ihm: Gegen Ende des vergangenen Jahres wurde der 2012 als vermisst gemeldete Kanadier Anton Pilipa im nördlichen Brasilien in der Nähe des Amazonas aufgefunden – lebendig. Das berichtet nun das Nachrichtenportal CTV News. Seine Familie gab an, dass er die gesamte Strecke von seiner Heimatstadt Scarborough in Ontario zu Fuß bewältigt habe.

Der 39-Jährige sei in einem der gefährlichsten Gebiete am Amazonas aufgefunden worden, als er stark verwirrt, obdachlos und ohne Ausweispapiere «durch die Städte und an den Autobahnen umher gewandert sei», so seine Angehörigen. Bei seinem Verschwinden im März 2012 habe Pilipa an Schizophrenie gelitten.

Crowdfunding für die Flugtickets

Die kanadische Polizeibeamtin Helenice Vidigal habe Pilipa schließlich in den Sozialen Medien wiedererkannt und umgehend ihre Kollegen im brasilianischen Porto Velho kontaktiert, wo der Vermisste untergebracht gewesen sei. Um seinen Bruder nach Hause zu holen, habe Stefan Pilipa rund 12.500 Dollar über Crowdfunding gesammelt.

Bevor Anton Pilipa psychisch erkrankt war, habe er sich politisch gegen Armut stark gemacht, wie die Familie erklärte.

(sw/L'essentiel)

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