Kirche des Lichts der Welt: Sektenführer missbrauchte Jugendliche im Namen Gottes – 17 Jahre Gefängnis

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Kirche des Lichts der WeltSektenführer missbrauchte Jugendliche im Namen Gottes – 17 Jahre Gefängnis

Der Anführer der Sekte Kirche des Lichts der Welt muss lange Zeit hinter Gitter: Naasón Joaquín García (53) verging sich über Jahre an minderjährigen Mädchen und berief sich dabei auf den Willen Gottes.

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Sektenführer Naasón Joaquín García während der Gerichtsverhandlung in Los Angeles.

Sektenführer Naasón Joaquín García während der Gerichtsverhandlung in Los Angeles.

Los Angeles Times via Getty Imag
Garcia wurde bereits 2019 in Los Angeles festgenommen.

Garcia wurde bereits 2019 in Los Angeles festgenommen.

REUTERS
Für die Gläubigen herrschen strenge Regeln, auch bezüglich ihrer Kleidung.

Für die Gläubigen herrschen strenge Regeln, auch bezüglich ihrer Kleidung.

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Der Anführer der internationalen Glaubensgemeinschaft «La Luz del Mundo» (Kirche des Lichtes der Welt), Naasón Joaquín García, ist in Los Angeles wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu 16 Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Das Urteil fiel am Mittwoch im Rahmen einer Einigung mit der Staatsanwaltschaft weniger hart aus als zunächst von der Anklage gefordert. Opfer des Mexikaners kritisierten die Gerichtsentscheidung scharf.

García stellt sich selbst als Jesus’ letzter Apostel dar. Die Kirche« La Luz del Mundo» mit Sitz in Guadalajara in Mexiko hat nach eigenen Angaben rund fünf Millionen Anhänger weltweit. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte García minderjährige Mädchen in den USA zu sexuellen Handlungen gezwungen, darunter eine 15-Jährige. Demnach hatte der heute 53-Jährige ihnen gedroht, sie würden sich gegen Gott wenden, sollten sie sich seinen Wünschen widersetzen. Die Vorwürfe bezogen sich auf die Jahre 2015 bis 2019. Garcia besitzt in den USA mehrere luxuriöse Anwesen.

Im Juni 2019 war García an einem Flughafen in Los Angeles festgenommen worden. Eine erste Anklage wegen Menschenhandels, Vergewaltigung von Kindern und Herstellung von Kinderpornografie wurde aus formellen Gründen fallen gelassen. García wies zunächst alle Vorwürfe von sich, schließlich bekannte er sich aber des sexuellen Missbrauchs von drei Minderjährigen schuldig.

«Er sollte lebenslang weggesperrt werden»

Rob Bonta, Generalstaatsanwalt von Kalifornien, lobte das Urteil gegen García als «entscheidenden Schritt in Richtung Gerechtigkeit». Er erklärte: «Wenn es auch niemals den Schaden und das Trauma ungeschehen machen wird, die er als Anführer von ‹La Luz del Mundo› angerichtet hat, macht dieses Urteil klar, dass Missbrauchstäter – egal wer sie sind – zur Verantwortung gezogen werden.»

«La Luz del Mundo» allerdings nahm ihren Vorsitzenden weiter in Schutz und erklärte ihre «öffentliche Unterstützung für den Apostel Jesu Christi». Die Beweise gegen García seien gefälscht worden. Da er keinen «fairen und gerechten» Prozess bekommen habe, habe er keine andere Wahl gehabt, als eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft einzugehen, «um die Kirche und seine Familie zu schützen».

Den Opfern fiel die Strafe nicht hoch genug aus. Eines von ihnen kritisierte das Gericht am Mittwoch dafür, «mit diesem Vergewaltiger verhandelt zu haben». Ein weiteres Opfer ließ erklären, dass es sich von der Justiz «im Stich gelassen» fühle. García habe ihr ihre Unschuld und ihren Glauben genommen und «sollte lebenslang weggesperrt werden».

Schon gegen die beiden Vorgänger von Garcia an der Spitze der Kirche waren Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs erhoben worden.

(AFP/trx)

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